Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
21.10.20

30 Jahre im Dienst für die Menschen im Stadtteil - Nachbarschaftshilfe Östliches Ringgebiet feiert Jubiläum


Die Sozialarbeiterinnen aus den beiden Nachbarschaftshilfen im Östlichen Ringgebiet, von links Iris Bruns und Sonja Pape mit Hündin Banu (Nachbarschaftshilfe Östliches Ringgebiet Nord des Paritätischen) sowie Regina Wollgramm und Ulrike Kallnischkies-Thiel (DRK-Nachbarschaftshilfe Am Wasserturm) vor der Begegnungsstätte im Stadtpark. Foto: Karsten Mentasti

Die Nachbarschaftshilfen sind eine feste Größe in Braunschweig – die ersten von ihnen wurden schon 1986 gegründet. Aber mit ihren Angeboten sind sie immer noch brandaktuell, auch weil sie in der Ausrichtung mit der Zeit gehen. Die beiden  Nachbarschaftshilfen im Östlichen Ringgebiet in Trägerschaft des Paritätischen und des Roten Kreuzes bestehen seit 30 Jahren– eine öffentliche Feier fiel Corona-bedingt aus.   

Für den Norden des Quartiers hat die Nachbarschaftshilfe „Östliches Ringgebiet“ des Paritätischen, Jasperallee 42, die Federführung. Hier beraten und vermitteln Iris Bruns und Sonja Pape. „Alle Nachbarschaftshilfen bieten vor Ort Informationsaustausch, etwa zu Bildungs- und Freizeitangeboten sowie Gesundheitsthemen“, sagt Sozialarbeiterin Iris Bruns. Und sie vermitteln ehrenamtliche Helfer und Helferinnen an Senioren.

Zusätzlicher Schwerpunkt

Recht neu ist der Schwerpunkt, einzelne Gruppen in ihren Stadtteilen zu vernetzen – unter Einbeziehung von jüngeren und älteren Senioren und Seniorinnen. „Welche Bedürfnisse es im Einzelnen gibt, ist von Stadtteil zu Stadtteil unterschiedlich“, betont Sabine Rath,  Abteilungsleiterin beim Paritätischen.

Zwölf Nachbarschaftshilfen unterschiedlicher Träger gibt es, verteilt über das gesamte Stadtgebiet. Sie waren gegründet worden, um älteren Menschen zu helfen, länger in ihrer Wohnung bleiben zu können. Das gilt insbesondere auch für Alleinstehende, damit diese nicht vereinsamen. Von Anfang an vermitteln die Nachbarschaftshilfen an diesen Personenkreis dafür ausgebildete ehrenamtliche Helfer. Diese Frauen und Männer haben Freude daran, sich sozial zu engagieren, „mit den Menschen zu erzählen, mal mit ihnen Fernsehen zu schauen, sie aber auch mal zu einem Spaziergang oder Einkauf zu begleiten“, berichtet Brunhild Watteroth.

Die 70-Jährige ist eine dieser Helferinnen, begann mit diesem Ehrenamt  vor rund 20 Jahren im Heidberg, wechselte dann zur Nachbarschaftshilfe Am Wasserturm und ist auch für das Pendant am Stadtpark aktiv. Ein oder zwei Senioren betreut sie gleichzeitig, trifft sich mit ihnen wöchentlich für zwei bis drei Stunden. „Manche haben sonst keinen Besuch, andere haben eine gute Betreuung durch Kinder oder den Ehepartner. Der kann aber selbst mal Dinge erledigen, wenn ich vor Ort bin“, erläutert Bruni Watteroth.

 „Ich habe vielleicht ein Helfersyndrom“, sagt sie lachend über sich selbst, „aber ich freue mich auf die Treffen und nehme auch immer etwas mit.“  Mal sind es Anregungen, mal sind es Erinnerungen an früher oder Staunen über Erlebnisse, von denen die Senioren ihr berichten“, berichtet die Helferin.

Ältere Menschen zu unterstützen, ist eine Maxime der Nachbarschaftshilfen. Im Mittelpunkt stehen der soziale Kontakt und die Hilfe bei kleinen alltäglichen Dingen, das kann auch mal die Begleitung zum Arzt sein. Die Unterstützung ist immer individuell ausgerichtet. Auch die Betreuung von Menschen mit Demenz gehört zum Portfolio der Nachbarschaftshilfen.

Lebensqualität im Mittelpunkt

Seit einiger Zeit richten sie – auf Vorschlag des städtischen Seniorenbüros – ihr Engagement verstärkt auf neue Stadtteil-Angebote aus, bei denen verschiedene Altersgruppen und auch Senioren untereinander stärker in Kontakt kommen. Mit ein bisschen Unterstützung durch die Sozialarbeiterinnen sollen so neue Netzwerke entstehen. Das kann auf gemeinsames Backen von Kindern und Senioren hinauslaufen, aber auch darauf, dass Spielegruppen sich finden und sich dann selbst organisiert regelmäßig in einem Café treffen.

„Alles, was zur Steigerung der Lebensqualität beitragen könnte, wird in den Fokus genommen“, sagt Sonja Pape, Sozialarbeiterin beim Paritätischen. Die Anregungen und Bedürfnisse der Menschen vor Ort  werden aufgegriffen – und im Östlichen Ringgebiet auch an einen Arbeitskreis „Älter werden im Stadtbezirk“ weitergeleitet. „Der hat zum Beispiel einen Stadtteilplan für Senioren erarbeitet“, berichtet Ulrike Kallnischkies-Thiel von der DRK-Nachbarschaftshilfe Am Wasserturm.               Text: Karsten Mentasti, freier Redakteur

Kontakt

Nachbarschaftshilfe Östliches Ringgebiet Nord
Jasperallee 42 (im Stadtpark), Tel. 34 04 78
Sprechzeiten: dienstags und freitags, 9 - 12.30 Uhr
Iris Bruns, Sonja Pape


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