Paritätischer Braunschweig: „Aufwachsen in digitalen Zeiten“: Gut besuchte Podiumsdiskussion des Mediennetzwerkes klärte über die Bedeutung des Internets für Kinder und Jugendliche auf
Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
09.02.18

„Aufwachsen in digitalen Zeiten“: Gut besuchte Podiumsdiskussion des Mediennetzwerkes klärte über die Bedeutung des Internets für Kinder und Jugendliche auf


Wie sehr die Themen digitale Medien, soziale Netzwerke und Internet insbesondere Eltern beschäftigt, zeigte kürzlich die große Resonanz an der Informationsveranstaltung des Braunschweiger Mediennetzwerkes. Rund achtzig interessierte Gäste, unter ihnen viele Eltern und Fachleute, folgten der Einladung zur Podiumsrunde unter dem Motto „Wer bin ich und wenn ja, für wie viele? - Aufwachsen in digitalen Zeiten“  ins Braunschweiger Landesmuseum.

Professorin Tanja Witting  von der Hochschule Ostalia, Florian Kregel von der Jugend- und Drogenberatung Braunschweig und Eltern-Medien-Trainer Michael Roos informierten, diskutierten  und standen Rede und Antwort. Gerade bei der Nutzung des  Internets fühlen sich Eltern oftmals hilflos, empfinden das Internet als Gefahr. Dabei spielen heutzutage die sozialen Medien und das Internet eine große Rolle. Die Medien helfen den Jugendlichen bei Abgrenzung zu den Eltern. Sie seien Chance und Risiko zugleich, betonte Professorin Witting: „Eltern müssen wissen, wo und auf welchen Seiten, in welchen Foren und sozialen Netzwerken ihre Kinder unterwegs sind. Die digitale Welt ist nicht mehr wegzudenken. Aber der richtige Umgang muss gelernt werden“, so die Expertin. Weiterhin ging sie auf das Thema Sexualität im Internet ein. Die jungen Menschen müssen verstehen lernen, dass die Bilder und Videos inszeniert sind. Sie spiegeln eben nicht die Wirklichkeit wieder.

Florian Kregel von der Jugend- und Drogenberatung riet, die Kinder bei Computer- und Online-Spielen zu begleiten. Denn ohne adäquate Begleitung ist die Gefahr groß, dass es entgleitet, sich die Kinder in der virtuellen Welt verlieren. Deshalb sein Tipp an die Eltern: sich erklären lassen, wie die Spiele funktionieren.

Eltern-Medien-Trainer Michael Roos wies auf die Problematik des Mobbings hin. „Cybermobbing fällt vielen leichter, denn es ist viel anonymer. Schnell ist kurz vor den Schlafengehen noch einmal eine verletzende Whatsapp-Nachricht abgeschickt ohne sich Gedanken über die Auswirkungen zu machen.  Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollten über Freiheiten, Grenzen, Gefahren und strafbaren Handlungen im Internet aufgeklärt sein, war die durchgängige Meinung der Experten. Nur so können sie eine eigene Haltung im Umgang mit der digitalen Welt einnehmen.

Auch war der Eindruck, dass Schulen teils nicht gut auf die schnelllebige und veränderte Welt der digitalen Medienwelt vorbereitet seien. Häufig fehle es auch noch an der Ausstattung. 

Dass das Thema bewegt, zeigten die angeregten Diskussionen, die nach der offiziellen Podiumsrunde noch intensiv weitergeführt wurden. 

 


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