Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
13.02.20

Daddeln am Computer, Handykonsum und soziale Medien – Die digitale Welt hat bei Kindern und Jugendlichen eine große Faszination – doch wann ist es zu viel? Eltern und Interessierte in und aus Peine erhieltenTipps im familiären Umgang mit den neuen Medien


Was ist noch „normal“ und ab wann sollten sich Eltern Sorgen um ihr Kind machen, wenn es bei PC-Spiele am Computer die Zeit vergisst, sehr viel das Smartphone in Benutzung hat oder stundenlang im Internet surft. Darum ging es bei einem Infoabend in Peine im Rahmen der Veranstaltungsreihe „digitale Welten“ über Medienkonsum bei Kindern und Jugendlichen. Florian Kregel von der Jugend- und Drogenberatung Braunschweig informierte Eltern, Großeltern, Erziehungsberechtigte und Interessierte, gab Tipps und stand auch für persönliche Fragen Rede und Antwort. Organisiert wurde der Abend in Peine vom dortigen Kinder- und Jugendschutz des Jugendamtes des Landkreises Peine gemeinsam mit dem Arbeitskreis Medienkompetenz des Präventionsrates.

Er zeigte anschaulich die Problematik auf, beschwichtigte aber zugleich, denn „nicht jede exzessive Nutzung bedeutet gleich eine Abhängigkeit“. Gemeinsam durchlief er mit den anwesenden Besucherinnen und Besuchern den Weg von der Faszination zur Sucht. Anhand verschiedener Beispiele aus den digitalen Welten wie beispielsweise Streaming auf Twitch oder das Posten auf Instagram, ging der Sozialpädagoge hierbei verstärkt auf die Besonderheiten für Kinder und Jugendliche ein. „Im digitalen Raum haben Kinder und Jugendliche die Möglichkeit schnell und in der Regel anonym wichtige Entwicklungsaufgaben zu bearbeiten. Sie können mit Rollen experimentieren und eigene Grenzen austesten. Hierdurch entsteht eine besondere Bindung an die Medien. Deshalb geraten Eltern automatisch in die Verantwortung, dies zu begleiten“, sagte Kregel und verglich den Umgang mit dem Computer mit dem Erlernen von Regeln im Straßenverkehr: „Verantwortungsbewusste Erwachsene begleiten ihre Kinder anfangs auf der Straße doch auch so lange, bis die Regeln sitzen. In der digitalen Welt darf das nicht anders sein.“ Die meisten lernen einen gesunden Umgang mit den digitalen Medien. Problematisch wird es, wenn es besondere Anzeichen gibt, wie Entzugserscheinungen oder Dessinteresse an anderen Dingen, führte der Medienfachmann weiter aus. Die Eltern in Peine zeigten sowohl starkes Interesse an dem Thema als auch Verständnis für die Lebenswelten ihrer Kinder. Dieses Verständnis, das Interesse und eine schützende Begleitung durch die Eltern stelle eine wichtige Grundlage dar, betonte der Drobs-Mitarbeiter. „Zeigen Sie Interesse an dem, was Ihr Kind tut, setzen Sie Grenzen, bieten Sie Alternativen an und seien Sie Vorbild“, empfahl Florian Kregel. Heike Kubow vom Kinder- und Jugendschutz zog ein durchweg positives Resümee: Die Resonanz der Besucher an dem Abend war sehr gut. Eine Wiederholung der Veranstaltung ist geplant.“


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