Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
12.06.20

„Die gute Seele für die Kinder geht" – Ellruth Runge nach fast 45 Jahren beim Paritätischen Braunschweig in den Ruhestand verabschiedet


„Sie haben im Herzen etwas losgelöst, sowohl bei den Kindern als auch bei Eltern und Kollegen“, sagte Henning Eschemann, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, bei der Verabschiedung von Ellruth Runge in den Ruhestand. Aufgrund von Corona fand diese in einem kleinen Kreis mit genügend Abstand statt. Aber auch unter diesen besonderen Umständen flossen Tränen bei den Kolleginnen und Kollegen, die mit persönlichen Worte auf Wiedersehen sagten. Denn ein Wiedersehen soll und wird es geben, sobald Normalität eingekehrt. Auch eine Feier soll nachgeholt werden. Gerührt waren sowohl Ellruth Runge als auch das Team der Kita Quäker-Nachbarschaftsheim. „Ella, du wirst uns fehlen“, waren die Worte, die an diesem Tag am häufigsten zu hören waren.

Hier, an dieser Wirkungsstätte, hinterlässt Ella, so wird Ellruth Runge überall genannt, ihre Fußstapfen. Und die sind groß. Keine hat so viel Wissen, so viel Erfahrung und so viele Erinnerungen, wie sie. „Die gute Seele für die Kinder geht. Aber die Zugewandtheit, das Wissen und die Kompetenz, die Herzlichkeit und das aufrichtige Interesse an den Kindern von Frau Runge, das bleibt im Herzen der Menschen“, so Eschemann in seiner Rede.  

45 Jahre beim Paritätischen Braunschweig. Ein Glücksfall für alle. Ellruth Runge hat die Arbeit in der Kita QNH geprägt und die integrative Gruppe, in der Kinder mit und ohne Behinderung seit 1994 betreut werden, aufgebaut und zu einer Institution innerhalb der Kita gemacht. Ella Runge hat gemeinsam mit ihrer Kollegin Sonya Kaufmann den Geist der Integration und Inklusion von Beginn an gelebt. „Ich habe meine Arbeit immer sehr gerne gemacht. Mit ist nie langweilig geworden“, sagt Ella Runge. Besonders Kinder, die es nicht so einfach im Leben haben, die besondere Unterstützung, Aufmerksamkeit und Zuneigung brauchen, lagen und liegen ihr am Herzen. Sie hat hinterfragt. Wieso reagieren Eltern so, wieso verhalten sich Kinder so. Dieses aufrichtige Interesse, dieses „nicht locker lassen“, hat sie in ihrem Berufsleben immer begleitet. Auf eine wundervolle Art, mit Empathie und großem Engagement hat sie die Kinder auf ihrem Weg begleitet. Persönlich verabschieden konnte sie sich, aufgrund der Coronakrise, von den Mädchen und Jungen aus ihrer Gruppe leider nicht. Das bedauert sie sehr. Doch jedes Kind hat von ihr persönlich einen Brief nach Hause geschickt bekommen. 

Jetzt beginnt ein neuer Abschnitt für Ella Runge und sie freut sich auf die gemeinsame Zeit mit ihrem Mann Ralph. Reisen, Fahrradfahren und ihren Garten wird sie in ihrem Ruhestand genießen. Nur das Ausschlafen, das müsse sie noch üben, sagt Ella Runge mit einem Lächeln. Den Kontakt zu ihren Kolleginnen und Kollegen wird sie halten. Freundschaften sind entstanden, die bleiben. Und so wird es auch weiterhin Treffen und einen Austausch geben. Dann allerdings im schönen Garten bei Ella und Ralph.


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