Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
28.12.18

„Du hast uns gerade noch gefehlt“ - Kibis geht neue Wege: Die Kontaktstelle für Selbsthilfe in Braunschweig will mit Postkarten-Kampagne und verschiedenen Aktionen verstärkt auch jüngere Menschen erreichen


Selbsthilfe ist nicht verstaubt und nicht nur etwas für ältere Menschen. Auch die jüngere Generation hat ihre Probleme, ihre Erkrankungen, das Bedürfnis nach dem Austausch mit Gleichgesinnten. Nur viele junge Erwachsene wissen oftmals nichts oder zu wenig von der Selbsthilfe. „Und wenn, dann entsteht häufig zuerst das Bild vom „Stuhlkreis“ in den Köpfen der Menschen“, sagt Ines Kampen, Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfe, Kibis. Mit einer Postkarten-Kampagne mit dem Slogan „Du hast uns gerade noch gefehlt“, Auftritten in sozialen Medien wie Facebook und anderen Aktionen will die Kibis auf das Thema aufmerksam machen und die Zielgruppe direkter ansprechen. „Wir haben gemerkt, dass wir unsere Herangehensweise verändern mussten, um Klischees aufzubrechen und zu zeigen, dass Selbsthilfe mehr ist, als nur Gruppentreffen. Die Generation, die jetzt nachkommt, die will das Starre aufbrechen“, berichtet Ines Kampen, Leiterin der Kibis und Nicole Sattler, zuständig für das Thema „Junge Selbsthilfe“, fügt hinzu: „Die jungen Menschen wollen mehr. Zum Beispiel gemeinsame Aktivitäten wie Kochen, Wandern, offene Treffes, gemeinsame Zeit miteinander verbringen.“ Um das Thema Selbsthilfe noch bekannter zu machen gehen die Kibis-Mitarbeiter unter anderem in Schulen, organisieren Lesungen oder auch Auftritte von Poetry-Slamern. „Wir erlauben uns bunter zu sein. Der gesellschaftliche Wandel macht auch bei der Selbsthilfe nicht Halt. Es gibt immer mehr Singlehaushalte. Junge Menschen organisieren sich heute auch anders, beispielsweise in sozialen Medien, per Whatsapp oder in Chats. Und dennoch: Letztendlich wollen sie sich persönlich begegnen und austauschen. Da reicht der Kontakt im Netz dann doch nicht aus“, so Ines Kampen. „Die Erfahrung in der jüngeren Vergangenheit zeigt auch, dass Jung und Alt voneinander profitieren und gemeinsam etwas bewegen können. Und dieser Austausch, der Wissensschatz, das ist ein hohes Potenzial. Selbsthilfe ist eine gute Methode, sich weiterzuentwickeln und sich anders kennenzulernen. Die Menschen fühlen sich aufgehoben und angenommen. Nirgendwo anders werden Menschen mit ihren Sorgen, Problemen, Ängsten oder Erkrankungen so verstanden wie unter Gleichgesinnten und Betroffenen, egal welchen Alters. Das bleibt.“, weiß Ines Kampen.

Mehr Informationen gibt es hier: www.selbsthilfe-braunschweig.de 

 

 


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