Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
29.11.19

Es ist normal, verschieden zu sein – Integrationsgruppe der Kita Quäker-Nachbarschaftsheim besteht seit 25 Jahren


Vor 25 Jahren hat die Kita Quäker-Nachbarschaftsheim Neuland betreten.

Die Integrationsgruppe der Kindertagesstätte feierte jetzt ihr Jubiläum mit einer kleinen Feier verbunden mit Grußworten und dem Fachvortrag der Leiterin des Dialog-Werks, Beate Hamilton-Kohn.  Seit 1994 werden in der integrativen Gruppe mit dem liebevollen Namen „Schildkrötengruppe“ Kinder mit und ohne Behinderung betreut. In einer Zeit des pädagogischen-integrativen Aufbruchs wurde zwei Jahre zuvor der Grundstein mit dem Kitagesetz gelegt. Darin enthalten war die Durchführungsordnung, in der geregelt ist, dass behinderte und nichtbehinderte Kinder in Integrationsgruppen gemeinsam betreut und gefördert werden sollen.

Henning Eschemann, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig dankte als Träger dankte für die intensive und zugewandte Zusammenarbeit mit allen Beteiligten. Hier sei Pionierarbeit für ein gesamtstädtisches Konzept geleistet worden“, so Eschemann.

Integration beginnt in den Köpfen. Das war der Tenor des Vortrags mit dem Titel „Bedeutung, Herausforderung, Perspektiven von Integration“ von Beate Hamilton-Koh. „Es ist normal, verschieden zu sein. Dieses Credo steht über allem. Früher sprach man von Integration, heute von Inklusion. Doch beides meint das gleiche, nämlich sich vorurteilsfrei zu begegnen, Zusammengehörigkeit zu leben und Teilhabe zu ermöglichen“, so die Expertin. Es gehe nicht darum, wer etwas besser oder schneller kann, sondern vielmerh um eine kompetenzorientierte Sichtweise und dabei so viel Hilfe wie nötig, aber so wenig Hilfe wie möglich zu geben“, sagte Hamilton-Kohn, die ihren Vortrag mit Bildern aus damaliger und heutiger Sicht untermalte.  

Damals, 1994 hatte die Kita QNH mit ihrer Integrationsgruppe eine motivierende Vorbildfunktion. Heutzutage gibt es in vielen Kindertagesstätten integrative Gruppen. Und dennoch gilt die I-Gruppe in dieser Kita als das Aushängeschild, das Urgestein wenn es um Integration der Kleinsten geht. Dafür braucht es Menschen, die den Geist der Integration und Inklusion leben. Auf eine wundervolle Art, so sind sich alle einig, haben dies die beiden Mitarbeiterinnen Ellruth Runge und Sonya Kaufmann von Beginn an geschafft und begeistern bis heute mit ihrer Kompetenz, ihrer Zugewandtheit, Empathie, ihrem unermüdlichen Einsatz und ihrer Warmherzigkeit die beide als Team seit 25 Jahren unermüdlich an den Tag legen. Durch Mitarbeiter wie sie ist diese Integrationsgruppe eine Erfolgsgeschichte geworden. Sie hatten Durchhaltevermögen, Antworten auf viele Fragen, den Mut neue Wege zu beschreiten, Standhaftigkeit, wenn sie Gegenwind spürten, Ideen, waren offen, flexibel, tolerant, suchten den fachlichen Austausch und hatten immer das Kind im Mittelpunkt ihres Denkens und Tuns.

Integration gelinge besser, wenn auch Eltern früh mit einbezogen werden. Das Miteinander sei unerlässlich. Ein Zeichen, dass auch dies bestens funktioniert, war das spontane Grußwort des Elternvertreters. Die Schildkrötengruppe sei die Zweitfamilie für die Kinder. „Alle dürfen so sein, wie sie sind. Das ist Integration auf eine wundervolle Art“,  meinte Herr Reuter und sprach damit der gesamten Elternschaft aus dem Herzen.


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