Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
01.03.19

Gesund alt werden, aber mit Spaß: Große Resonanz bei der dritten Auflage der Vortragsreihe „Ernährung im Alter“ zum Thema „Mit Ernährung Krankheiten vorbeugen?!“


Volles Haus beim dritten Fachtag der Veranstaltungsreihe „Ernährung im Alter“ im Begegnungszentrum Gliesmarode in Braunschweig. Rund 130 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung zum Infotag, die von ambet e.V., dem Paritätischen Braunschweig und dem Seniorenbüro der Stadt Braunschweig organisiert wurde. Die Resonanz war überwältigend. „Wir konnten leider nicht allen Interessierten die Möglichkeit geben, an der Veranstaltung teilzunehmen“, bedauerte Sabine Rath, Abteilungsleiterin der Paritätischen Dienste. „Aber auch im nächsten Jahr soll diese Themenreihe fortgesetzt werden“, vertröstete sie diejenigen, die nicht dabei sein konnten.

Der Fachtag stand in diesem Jahr unter der Überschrift „Mit Ernährung Krankheiten vorbeugen?!“. Dazu informierten Dr. Katja Schmitt-Bieda, leitende Oberärztin des Bereichs für Rheumatologie des Städtischen Klinikums Braunschweig sowie Apotheker Dr. Michael Kersten von der Elbe Apotheke in Braunschweig mit interessanten Vorträgen. Die beiden Experten klärten auf, wie wichtig gesunde Ernährung gerade auch im Alter ist und was jeder selbst für sich tun kann. Dr. Katja Schmitt-Bieda richtete den Fokus in ihrem ersten Vortrag zum Thema „Gesunde Ernährung - Ein Leben lang. Wie verändern sich Organismus und Bedürfnisse im Alter. Was sollte man bei der Auswahl der Lebensmit­tel berücksichtigen“ auf die Bedeutung und Auswirkung von einer ausreichenden Eiweißzufuhr.

„Der Mensch verliert bereits im Alter von ca. 50 Jahren pro Jahr ca. 1-2 Prozent der Muskelmasse. Fehlende körperliche Aktivität und eine unzureichende Versorgung mit Eiweiß können den Prozess noch beschleunigen“, so Schmitt-Bieda. Eiweiß ist also der wichtigste Nahrungsbestandteil im Alter. Der Körper müsse mit ausreichend Eiweiß versorgt werden, damit Muskelmasse bestehen bleibt oder aufgebaut werden kann. Auch im Alter bleibt der Bedarf an Eiweiß gleich, jedoch verminderte sich die Aufnahme. Es gelte die Divise „Qualität statt Quantität“ bzw. „weniger aber hochwertigere Nahrung“ am besten verteilt auf mehrere kleine Mahlzeiten, erläuterte die Ärztin. In ihrem zweiten Vortrag mit der Fragestellung: „Osteoporose – Durch Ernährung vorbeugen. Kann ich durch Ernährung das Risiko für Knochenbrüche senken?“,  beantwortete die Expertin gleich vorab diese These mit einem klaren „Ja“. Bereits 2009 und 2012 konnte in Studien gezeigt werden, dass Vitamin D vor Stürzen schützt und das Risiko von Hüft- und anderen Frakturen senkt. Zudem empfahl sie eine Aufnahme von 1500 mg Calcium am Tag. Diese gelinge durch calciumreiche Lebensmittel wie Milch und Milchprodukte, aber auch Nüsse, Gemüse und Mineralwasser. Auch sollen täglich vier bis fünf Trockenpflaumen am Tag die Knochenmineraldichte bei postmenopausalen Frauen erhöhen. Und die gute Nachricht: „Es ist nie zu spät, etwas zu ändern. Gesunde Ernährung und Bewegung zahlen sich auch im Alter aus und selbst Mangelernährung ist reversibel“, so das optimistische Fazit der Oberärztin Katja Schmitt-Bieda zum Abschluss.

Apotheker Dr. Michael Kersten erläuterte im Anschluss die Auswirkungen von einigen Lebensmitteln wie Grapefruit, Milchprodukte, aber auch Vitamin-K reiches Gemüse auf Wirkung von Arzneimitteln. Dabei seien auch Einnahmezeiten nicht zu vernachlässigen. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfahl er, grundsätzlich Medikamente nur mit Leitungswasser einzunehmen und auf die Einnahmehinweise der Arzneimittel unbedingt zu achten.

Im Anschluss gab es einen regen und interessanten Austausch bei Kartoffelsuppe und Würstchen, die von vom Pflegewohnstift am Ringgleis gesponsert wurde.

 

 


Termine

Mai - 2019
S M D M D F S
  01 02 03 04
05 06 07 08 09 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 22 23 24 25
26 27 28 29 30 31  

Das goldene Herz

Weitere Informationen...

"Brücken Bauen - Unternehmen engagieren sich"

Weitere Informationen

Kooperationsverbund

"Partner im Alter"