Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
08.06.17

FSJ’ler zogen zum Abschluss ihres sozialen Jahres Resümee: Engagement, das sich lohnt - FSJ ist ein Gewinn für beide Seiten


Wer ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, der profitiert in der Regel persönlich davon. Das FSJ zeigt Perspektiven auf, lässt junge Menschen reifen. Aber auch für die Einrichtungen zahlt sich der Einsatz der FSJ’ler aus. Sie unterstützen, bringen frischen Wind in die Teams, machen Zusatzangebote möglich. 

Beim Paritätischen Braunschweig haben sich im vergangenen Jahr mehr als vierzig junge Frauen und Männer in den verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern engagiert. Jetzt verbrachten sie gemeinsam ihren letzten Seminartag im Kinder- und Jugendzentrum Lamme. Noch arbeiten sie alle in den Einrichtungen. Doch bald ist Schluss, dann beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Kurz vor Ende des FSJ-Jahres ist es ein guter Zeitpunkt, um zu reflektieren, Revue passieren zu lassen. Und einig waren sich alle: Das FSJ zahlt sich aus und ist ein Gewinn für alle Beteiligten.

Eine ausgelassene, fröhliche und freundschaftliche Stimmung herrscht bei dem letzten Zusammentreffen. Die FSJ’ler sind während ihrer gemeinsamen Seminartage, über das Jahr verteilt, zusammengewachsen. Und jeder auch im Team der Einrichtung, in der sie als FSJ’ler arbeiten. So wie die 18-jährige Celine, die ihr FSJ  im Betreuten Wohnen im Pippelweg absolviert. Nach dem Abitur und bis zum Einstieg ins Studium wollte sie die Zeit sinnvoll nutzen. Zu ihrem Plan, Soziale Arbeit zu studieren, passte dann auch perfekt das Freiwillige Soziale Jahr als Einstieg.

Celine hat es zu keiner Minute bereut, sich für ein FSJ entschieden zu haben. Obwohl ihr die Arbeit mit suchtkranken Menschen fremd war. Sie ist gewachsen an den Aufgaben, an ihrer Arbeit: „Durch meine Arbeit im Pippelweg habe ich viele besondere Erfahrungen gemacht. Auch das Team war super. Das Jahr hat mich noch mehr darin bestärkt, soziale Arbeit zu studieren. Jetzt hoffe ich, dass das mit dem Studienplatz klappt.“

Auch die 19-jährige Lisa hat im Bereich der Suchtkrankenhilfe ihr Freiwilliges Soziales Jahr absolviert.  Aus dem Vorpraktikum bei der Jugend- und Drogenberatungsstelle in Goslar wurde ein ganzes Jahr als FSJ’lerin bei der DROBS. „Das FSJ hat mir enorm viel gebracht“, sagt die junge Frau voller Überzeugung. Auch für Lisa stand schon vorher fest: Sie wollte und will Soziale Arbeit studieren. „Ich weiß jetzt ganz genau, was ich in meinem späteren Berufsleben machen möchte: in einer Suchtberatung arbeiten. Die Erfahrungen sind viel wert und bringen einen auf jeden Fall deutlich weiter.“

Für Johanna, 18 Jahre aus Lüneburg, war das FSJ eine gute Möglichkeit, sich nach dem Abi erst einmal Gedanken darüber zu machen, wohin die berufliche Reise hingehen soll. „Eigentlich schwebte mir etwas mit Gestaltung vor. Aber jetzt, nach dem Einblick in die Arbeit der Kita Regenbogen, weiß ich, dass ich später unbedingt etwas mit Kindern zu tun haben möchte. Es ist einfach toll zu sehen, wie sich die Kinder entwickeln, insbesondere die Mädchen und Jungen, die eine Beeinträchtigung haben. Ich werde die Kinder vermissen. Aber mit Sicherheit komme ich dann und wann zu Besuch.“ Ab dem Sommer wird Johanna jetzt wieder die Schulbank drücken: dieses Mal um die Erzieherausbildung zu beginnen, damit sie ihren Traumberuf erlangt.

Quentin, 19 Jahre, arbeitete als FSJ’ler mit den Kleinsten in einer Krippengruppe in der Kita Sonnenschein in Lüneburg. Für ihn war die Arbeit mit den Kindern kein Neuland. Schon durch seinen Job des Babysitters hatte er keine Berührungsängste mit Kleinkindern. Warum er das FSJ absolviert hat, fragen wir ihn. „Ich wollte nicht gleich von dem Lernen in der Schule gleich wieder ins Lernen übergehen, sondern die Arbeitswelt kennenlernen.“ Sein Appell an alle Schulabgänger: Macht ein FSJ. Engagiert euch. Man vergeudet definitiv kein Jahr! „Ich bin deutlich selbstständiger und eigenständiger als vorher. Das kontinuierliche Arbeiten, die Verantwortung, die einem übertagen wurde und das Vertrauen, das mir entgegengebracht wurde, hat mich ein Stück weit erwachsener werden lassen.“  

Schulabschluss und dann? Vor dieser Frage stand auch die 19-jährige Angelina aus Braunschweig. Sie entschied sich für ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Schulkindbetreuung in Broitzem. „Ich wusste nicht so richtig, was ich direkt nach dem Abi machen sollte. Ich wollte aber nicht nur irgendwie jobben. Beim FSJ fand ich die perfekte Mischung: Ganztags und dazu noch mit Menschen zu arbeiten und ein kleines bisschen etwas Gutes zu tun.“ Die Erfahrungen waren und sind für sie enorm wichtig: „Ich habe eine Menge gelernt. Es war toll, mit den Kindern zu arbeiten. Gerade das Alter der Grundschüler kam mir entgegen. Auch wenn ich jetzt eine Ausbildung zur Bankkauffrau beginne - also etwas ganz anderes - weiß ich, dass mich das FSJ geprägt hat. Ich fühle mich jetzt viel sicherer und gewappnet für die Ausbildung.“

 


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