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29.01.21

NDR-Dreh in Goslar über das einzige virtuelle Kokainmuseum, das der Leiter der DROBS, Lars Fischer initiiert hat - Sendungsausstrahlung ist heute, am 29. Januar im NDR ab 19.30 Uhr in „Hallo Niedersachsen“


Ein Kokainmuseum, initiiert vom Leiter der Jugend- und Drogenberatung Lars Fischer, in Goslar: Was bewegt einen Drogenberater dazu, sich diesem Thema mit einem Museum zu widmen und warum gerade in der Harzer Kulturstadt Goslar? Diesen Fragen ging das Filmteam des NDR nach.

Albert Niemann, ein Sohn der Stadt, war der Entdecker des Kokains. Damit hatte der junge Chemiker und Apotheker Niemann, der nur 26 Jahre alt wurde, 1860 Bahnbrechendes für die Welt erfunden, denn Kokain war das erste Medikament, mit dem örtlich betäubt werden konnte und zudem in der Psychotherapie eingesetzt wurde. Fischer, der sich Stadtgeschichtlich interessierte, war fasziniert von dem „zwiespältigen Ruhm“ der Entdeckung Niemanns. Er fing an, sich mehr und mehr mit der Geschichte des Kokains zu beschäftigen, sammelte Exponate und Fundstücke und brachte diese nun in der Darstellung eines digitalen Kokainmuseums, in dem die Betrachtung kulturhistorischer Aspekte des Kokains im Vordergrund steht, zusammen. Er lädt die virtuellen Besucher auf seiner Website ein, Antworten auf spannende Fragen wie: War Kaiserin Sissi kokainabhängig? Stimmt es, dass es ohne Goslar keine Coca Cola gäbe? Erste Reglementierungen im Umgang mit Kokain in Braunschweig, was war da los?  Was hat der Vater von Leonardio DiCaprio mit Kokain zu tun? Wollte der Goslarer Albert Niemann ein gewaltiges Drogenkartell aufbauen? Wie gelangten 1859 Coca Blätter nach Göttingen? … nachzugehen. „Was Sie schon immer über Kokain wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: einige Antworten finden Sie hier!“, begrüßt Fischer in seinem Willkommenstext die Gäste, die den Weg in sein spezielles Museum im Netz finden. Im Interview mit dem NDR erzählt der Leiter der Drobs: „Kokain taucht überhaupt nicht zur Glorifizierung. Wenn man über Kokain als Rauschdroge spricht, dann redet man immer über menschliches Leid, über Zerfall, Krankheit bis hin zum Tod. Das merken wir hier auch in der Drogenberatung, welche großen Probleme das bereitet, denn der Weg aus der Abhängigkeit ist sehr schwer.“ Drogen seien fürchterlich langweilig, schlecht und die brauche kein Mensch. Seine Message: „Liebe Leute, lebt das Leben ohne Drogen, zelebriert den Alltag, feiert, seid fröhlich. Aber für all das braucht ihr keine Drogen.“ Deshalb gehe es bei dem Kokainmuseum um die kulturgeschichtliche Perspektive. Die Geschichten sind interessant, nicht die Drogen. Und von den Geschichten gebe es einen bunten Strauß, den er versuche, anhand von Exponaten, darzustellen und zu erzählen. Ob es irgendwann auch ein reales Museum in Goslar geben wird? Möglicherweise. Dann aber eventuell als eine Art Zentrum mit Räumlichkeiten, in denen auch Veranstaltungen und Drogenpräventionsarbeit stattfindet.

Zu sehen ist der Bericht am heutigen Freitag, 19.30 bis 20 Uhr in der Sendung Hallo Niedersachsen im NDR und am Samstag, 30. Januar von 11 bis 11.30 Uhr.


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