Vorlesen schafft besondere Momente der Verbundenheit und wirkt sich positiv auf die Vorlesenden wie auch auf die Zuhörenden aus. Es fördert die Konzentration, erleichtert das Lesenlernen, stärkt die Beziehung zwischen Kindern und Erwachsenen, vergrößert den Wortschatz und bringt viele weitere Vorteile mit sich. Mit dem Aufschlagen eines Buches öffnen wir unserer Fantasie das Tor zu neuen Welten und können in Geschichten fernab des Alltags eintauchen. Dabei werden Sinne und Geist zugleich angeregt und beruhigt. Am bundesweiten Vorlesetag möchten wir besonders auf diese positiven Effekte aufmerksam machen.
In unseren Kitas spielt das Vorlesen seit jeher eine wichtige Rolle im Alltag der Kinder. Gerade in digitalen Zeiten ist es entscheidend, ihnen den Wert von Büchern nahezubringen, denn das Aufwachsen mit Büchern ist längst nicht mehr selbstverständlich. „Zu Hause wird heutzutage leider immer weniger vorgelesen, und einigen Kindern fällt es zunehmend schwer, sich wirklich auf ein Buch einzulassen“, berichtet Sprachfachkraft Yvonne Kasten aus der Kita Quäker-Nachbarschaftsheim (QNH). Vielen fehle schlicht die Übung: Das Zuhören und Eintauchen in eine Geschichte sei für manche deutlich anspruchsvoller geworden als früher.
Um diese Fähigkeiten zu stärken, werden in der Kita viele Geschichten vorgelesen. Außerdem gibt es eine hauseigene Bücherei mit circa 300 unterschiedlichen Büchern, die von den Kindern begeistert genutzt wird. Sie können sich Bücher in ihren eigenen „Büchertaschen“ ausleihen und nach einer gewissen Zeit gegen neue eintauschen. Beim Aussuchen der Geschichten steht Yvonne den kleinen Leseratten geduldig zur Seite. Zur Auswahl steht eine bunte Vielfalt an mehrsprachigen Büchern, Fühlbüchern, Klappenbüchern, Bilderbüchern und Titeln mit mehr Text. Besonders beliebt sind derzeit „Der wilde Räuber Donnerpups“, die Geschichten vom Dachs, „Der kleine Siebenschläfer“ und „Der kleine Drache Kokosnuss“.
In Kooperation mit der Bürgerstiftung besucht außerdem jeden Donnerstag eine Lesepatin die Kita QNH. Gemeinsam mit den Kindern liest sie Bücher oder sorgt mit dem japanischen Erzähltheater „Kamishibai“ für besondere Momente. Im Rahmen des Projekts „Auf dem Weg zum Buch“ unterstützt die Stiftung zudem die kleine Bibliothek, sodass diese regelmäßig mit neuen Titeln ergänzt werden kann. Für diese Förderung möchten wir uns herzlich bedanken, denn sie hilft den Kindern, ihren eigenen Weg in die Welt der Fantasie zu finden.










