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Digitale Kommunikation ermöglicht Teilhabe: Kroschke Kinderstiftung unterstützt sprach¬eingeschränkte Kinder

Symbolbild
Talker
Talker

Kommunikation ist für die meisten Menschen selbstverständlich: Wir sprechen täglich tausende Wörter, teilen Gedanken, äußern Wünsche und treten in Beziehung zu anderen. Doch nicht alle Menschen haben diese Möglichkeit. Für sprachlich eingeschränkte Kinder ist es besonders wichtig, Wege zu finden, um sich mitzuteilen und aktiv am Alltag teilhaben zu können. In unserem Sonderpädagogischen Kindergarten Regenbogen in Lüneburg werden derzeit 22 Kinder mit Förderbedarf betreut, darunter Kinder mit Autismus, Schwerstmehrfachbehinderungen und unterschiedlichen Krankheitsbildern, die häufig nicht sprechen können und Schwierigkeiten haben, sich auszudrücken.

Fehlende Kommunikationsmöglichkeiten können zu Frustration und Ausgrenzung führen, woraufhin sich manche Kinder zurückziehen oder mit aggressivem Verhalten reagieren. Um ihnen zu helfen, wurden im Rahmen des Projektes „Digitale Kommunikationshilfen im Sonderkindergarten Regenbogen“ technische Hilfsmittel angeschafft. Bislang konnten sich die Kinder vor allem durch Symbol- und Bildkarten ausdrücken, die jedoch wenige Möglichkeiten bieten, oft ausgetauscht werden müssen und keinen Aufforderungscharakter haben.

Diese sogenannten Talker–iPads mit entsprechender Software – verbessern oder ermöglichen die Kommunikation nichtsprechender Kinder, indem sie Schrift- oder Symboleingabe der Kinder in Sprache übersetzen. So können sie aktiv am Kita-Alltag teilhaben und Freude an Interaktion erleben. Die Geräte werden in drei sonderpädagogischen Gruppen sowie in der Ergo- und Logopädie eingesetzt. Außerdem haben Familien so die Möglichkeit zu testen, ob ein eigenes Gerät für ihr Kind geeignet ist, bevor es bei der Krankenkasse beantragt wird. „Besonders beim Auswählen von Therapie- oder Spielangeboten, Lebensmitteln oder der Wahl eines gemeinsamen Tischspruches beim Frühstück zeigt sich, wie die Hilfsmittel zur Selbstbestimmung und Partizipation beitragen“, berichtet Ergotherapeutin Yvonne Hierneis.

Dank der großzügigen Unterstützung der Kroschke Kinderstiftung, die mit der finanziellen Förderung von rund 1400 Euro die Realisierung des Projektes ermöglicht haben, konnte dieser wichtiger Schritt hin zu einer inklusiven und individuellen Förderung der Kinder umgesetzt werden. Wir werden diesen Weg weiterverfolgen und bedanken uns herzlich bei allen, die ihn mit uns gehen.