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Eine ganz besondere Stimmung in der LAB Braunschweig – Die Stadt feierte gemeinsam mit 18 Braunschweiger Jugendzentren ein Fest für und mit rund 400 Flüchtlingskindern

Die Stadt Braunschweig organisierte gemeinsam mit vielen freien Trägern und Jugendzentren für die Kinder und Jugendlichen in der Landesaufnahmebehörde für Asylbewerber (LAB) in Braunschweig ein buntes Fest mit viel Programm. Unter den rund 3500 Flüchtlingen, die momentan in der LAB in Braunschweig untergebracht sind, leben etwa 400 Mädchen und Jungen. Für sie, aber auch für alle anderen war das Fest gedacht.  

Schon vor den offiziellen Beginn waren das Interesse und die Neugierde von den Flüchtlingen groß. Viele packten bereits beim Aufbau der Zelte und verschiedenen Spielstationen mit an. Die rund sechzig Mitarbeiter der Braunschweiger Jugendzentren boten ein buntes Programm. Neben Kinderschminken, einer Kletterwand, Stockbrot, Streetball. Apfelgalgen, Tanzen, Seilspringen, Tauziehen und vieles mehr konnten die Flüchtlingskinder am Tisch des Paritätischen Braunschweig Tüten bemalen, die anschließend mit Süßigkeiten befüllt wurden. „Wir haben Spenden im Wert von mehreren tausend Euro den Bürgern aus Lamme bekommen und so gut wie alles verteilt“, berichtete Bastian Klebba, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums Lamme.

Gemeinsam spielen, miteinander Zeit verbringen, lachen und Spaß haben. Das stand bei diesem Fest im Vordergrund und schnell wurde deutlich: es gibt wenig Berührungsängste und gemeinsam etwas zu machen, bedarf nicht vieler Worte oder einer gemeinsamen Sprache. „Aktionen dieser Art, gemeinsam etwas zu erleben, ist für die Bewohner unserer Einrichtung wichtig und eine gute Abwechslung. Das merken wir schon allein beim gemeinsamen Fußballspielen. Sport und Spiel ist überkulturell und überreligiös", sagte Standortleiter Klaus Siems.

„Die Stimmung war toll und entspannt. Das war ein besonderer und schöner Nachmittag für alle Beteiligten“, freute sich Initiator Harald Tschappe von der Abteilung. Jugendförderung der Stadt.  

Beeindruckend waren die Erlebnisse an diesem Tag auch für sechs FSJ’ler des Paritätischen Braunschweig. „Die Lebensfreude und Energie, die die Menschen hier haben, ist wirklich erstaunlich“, fanden Jana und Stephanie, Absolventinnen des Freiwilligen Sozialen Jahres. Die 20-jährige FSJ-lerin Rona konnte sich – aufgrund ihrer Sprachkenntnisse mit einigen der Flüchtlinge sogar verständigen. Das kam besonders gut an. „Ich habe großen Respekt vor den Menschen,  die einen harten Weg hinter sich haben. Es macht schon nachdenklich wenn man sieht, wie die Menschen hier leben“, sagte  Johannes, ebenfalls FSJ’ler und sein Mitstreiter Dominik fügte hinzu: „Ich bin überrascht über die offene Art der Menschen. Alle sind extrem freundlich und nett.“ Gefreut hat es alle Helferinnen und Helfer zu sehen, wie sehr die Kinder diesen Tag genossen und beim ausgelassenen Spielen für ein paar Stunden ihre Sorgen und Ängste vergessen konnten.  Dieser Nachmittag bleibt sicherlich für alle lange im Gedächtnis.