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Erster Kommunaler Präventionstag: Gelungener Auftakt in Goslar

Am vergangenen Samstag verwandelte sich der Goslarer Marktplatz in ein lebendiges Forum für Sicherheit, Gesundheit und Prävention. Unter dem Motto „Gemeinsam stark in Goslar“ präsentierten 36 Organisationen ein vielseitiges Programm mit Vorträgen, Mitmachaktionen und Infoständen. Ein besonderer Höhepunkt war eine realitätsnahe Unfallsimulation, die anschaulich zeigte, welche Folgen Alkohol- oder Drogenkonsum am Steuer haben und wie Rettungskräfte vorgehen.

Für Besucher jeden Alters war etwas dabei: Neben zahlreichen Mitmachaktionen und praxisnahen Tipps rund um Prävention und Sicherheit kamen auch kulinarische Genüsse nicht zu kurz.

Eröffnet wurde der Präventionstag von Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner, die auch die Schirmherrschaft für den Tag übernommen hatte. Sie betonte, wie sehr ihr die präventive Arbeit in den unterschiedlichsten Bereichen am Herzen liegt, dankte dem engagierten Organisationsteam, den Vertretern des Präventionsrates und allen, die sich mit eingebracht hatten. Insgesamt präsentierten sich 36 Institutionen, Organisationen und Vereine auf dem Marktplatz in Goslar. Schwertner warnte in ihrer Eröffnungsrede unter anderem auch vor den gesundheitlichen Gefahren der Cannabis-Legalisierung, besonders für Jugendliche. Das ehrgeizige Ziel: die Vielfalt der Themen mit einem bunten Rahmen sichtbar machen, Gespräche anregen und zeigen, wie Prävention vernetzt funktioniert. Ein besonderes Highlight war – neben einer beeindruckenden und gleichzeitig erschreckenden realitätsnahen Unfallsimulation – die Übergabe zweier Defibrilatoren, die die Bürgerstiftung der Stadt spendete. Diese sollen an zentralen Orten installiert in Goslar angebracht werden.

Frühzeitige Hilfe als gemeinsames Ziel

Dr. Christine Rose betonte als Sprecherin des Präventionsrats, dass Vernetzung das Schlüsselwerk sei: Prävention in Kriminalität, Gesundheit und Schutz vulnerabler Gruppen brauche ein starkes Netzwerk. Besondere Aufmerksamkeit gelte dabei dem Schutz von Kindern, Seniorinnen und Senioren, Menschen mit Behinderungen sowie kulturell und sozial benachteiligten Gruppen. Dr. Rose bedankte sich ausdrücklich bei den zahlreichen Partnern, die diesen Einsatz mittragen – darunter der Kinderschutzbund, das Frauenhaus, die Seniorenvertretung, der CSD Goslar, Vertreter der Migration und der ambulanten Hilfen sowie der Opferschutz.

Als Substitutionsärztin ist ihr die gute und wichtige Arbeit der Jugend- und Drogenberatung vertraut. „Das Scheitern wird erst sichtbar, wenn der Wald brennt, wenn die Flut kommt, wenn Straßen unsicherer werden, wenn Familie zerbrechen oder wenn Suchterkrankungen übersehen werden. Ich denke, ich spreche auch im Namen meiner Kolleginnen und Kollegen aus der Suchthilfe, wenn ich sage: Prävention liegt uns besonders am Herzen. Unser Ziel ist es, die Menschen zu erreichen, bevor sie ihre Gesundheit gefährden.“ Sie betonte, wie wertvoll die beim Präventionstag präsentierten Programme, Aktionen und Informationsmaterialien seien, um genau dieses Ziel zu unterstützen.

Es braucht ein Dorf: Breites Bündnis aus Institutionen und Initiativen

Die afrikanische Weisheit „Es braucht ein Dorf, um ein Kind großzuziehen“ stand sinnbildlich für die ganzheitliche Gemeinschaftsaufgabe. Zahlreiche Akteure – Feuerwehr, Polizei, Drogenberatung, AIDS-Hilfe, Pro Familia, Kirchen und viele weitere – waren vertreten. Am Infostand der Jugend- und Drogenberatung (Drobs) gab es viele Informationen zu den unterschiedlichsten Angeboten wie auch zum Projekt „Sei kein Frosch“ oder zum „Grünen Koffer“ und vieles mehr.

Die Premiere des Präventionstages war rundherum gelungen und auch das Wetter spielte perfekt mit. Das gemeinsame Ziel bleibt auch in Zukunft: Aufklärung, Prävention und Hilfe miteinander zu verknüpfen, damit Gesundheit und Sicherheit nachhaltig gestärkt werden. Daran wird in Goslar weiter intensiv und gemeinschaftlich gearbeitet.

Fazit: Der 1. Kommunale Präventionstag setzte einen gelungenen Startschuss für eine nachhaltige, vernetzte Präventionsarbeit in Goslar – mit Publikum, Praxisnähe und einem klaren Aufruf zum Mitmachen.