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Erzieherinnen nähen Mund- und Nasenschutz gegen Corona – Unterstützung kommt auch von Unternehmen: Öffentliche Versicherung Braunschweig spendet Schutzmasken

Erzieherin Ina Grätz näht sinnvolle und schöne Schutzmasken

Diese genähten Atemschutzmasken sind in der Lüneburger Kita Sonnenschein produziert worden

Nasen- und Mundschutz sind in der momentanen Coronavirus-Krisenzeit enorm wichtig. Doch längst mangelt es an ausreichenden Atemmasken, Vorräte sind aufgebraucht, anvisierte Lieferungen lassen auf sich warten. Um dem entgegenzuwirken gibt es vielerorts Aktionen, die behelfsmäßige Gesichtsmasken fertigen. Auch beim Paritätischen Braunschweig sind die Mitarbeitenden kreativ geworden. So gibt es durch die Kitaschließungen nur noch eine Notbetreung für Kinder mit Eltern, die in den sogenannten systemrelavanten Berufen tätig sind. Deshalb sind nicht mehr alle Erzieher und Erzieherinnen in die tägliche Betreuungsarbeit mit der Betreuung der Mädchen und Jungen eingebunden. Viele von ihnen sind jetzt kreativ geworden. Sei es, dass ein musikalisches Online-Angebot auf Youtube gestellt und weiter ausgebaut wird oder eben auch ganz aktuell das Nähen von Atemschutzmasken. Sowohl in unseren Braunschweiger Kitas als auch in Lüneburg und in anderen Einrichtungen haben sich die Mitarbeitenden an die Nähmaschine gesetzt um fleißig wiederverwend- und waschbare Gesichtsmasken zu nähen. Sogar Angehörige der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind zum Teil mit großem Engagement dabei. Die Produktion läuft auf Hochtouren. Lydia Plaschke, Leiterin der Lüneburger Kita Sonnenschein erzählt: „Ich hatte noch Stoff auf Lager. Eigentlich war er mal dazu angeschafft, um meinen Kindern eine Höhle zu nähen. Das ist schon lange her. Jetzt habe ich den Stoff wieder hervorgeholt, ihn gewaschen, geschnitten und gebügelt. Gerade das Bügeln der Bänder ist sehr aufwendig und zeitintensiv. Zu anderen Zeiten wäre man sicherlich einfach losgegangen und hätte Schrägband oder Gummibänder gekauft. Das ist momentan aber nicht möglich. Selbst Stoffe zu bekommen, ist gar nicht so einfach." So wurden Freunde und Verwandte nach Stoffresten gefragt und die Unterstützung war groß. So wie Lydia Plaschke, engagieren sich derzeit viele Kollegen und Kolleginnen. In der Kita Mein Weg in Braunschweig hat Erzieherin Daniela Schreiber sogar ihre Mutter aktiviert. Diese Schutzmasken sind extra mit einem Filter aus Staubsaugerbeutel versehen.  

Der Bedarf ist groß. So sind unter anderem nicht nur die Pflegekräfte der Paritätischen Dienste dankbar, sondern auch die Teams der verschiedenen Wohnheime und alle anderen Mitarbeitenden des Paritätischen Braunschweig.

Professionelle Schutzmasken in der Ausführung FFP2 wurden Braunschweiger ambulanten Pflegedienste zudem von der Öffentlichen Versicherung zur Verfügung gestellt. Auch der Paritätische erhielt fünfzig Masken.

„Unser Dank gilt allen, die uns unterstützen, sei es die vielen Freiwilligen oder auch Unternehmen, wie die Öffentliche Braunschweig. Die Krise rückt uns alle zusammen und die Hilfsbereitschaft ist großartig“, freut sich Henning Eschemann, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig. Und auch Sabine Rath, Abteilungsleiterin der Paritätischen Dienste ist dankbar, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die ohnehin schon Außerordentliches leisten, bei ihrer Arbeit geschützt sind.