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Fachtag Sucht im Astor-Kino – Aufmerksamkeit für oft verdrängte Themen

Infosstand beim Fachtag Sucht im Astor Kino
Plakat Fachtag
Einblick beim Fachtag
Blick ins Kino Foyer
Vor der Kinoleinwand

Im Rahmen der Woche der seelischen Gesundheit vom 10. bis zum 20. Oktober rückten Themen in den Fokus, über die noch immer viel zu selten gesprochen wird: Sucht und Abhängigkeit. Am Freitag, 10. Oktober, veranstaltete die Kontaktstelle für Selbsthilfe (KIBiS) daher im Braunschweiger Kino Astor den Fachtag Sucht, um aufzuklären, zu sensibilisieren und den Austausch zu fördern. Gemeinsam mit den Facheinrichtungen DROBS, dem Lukaswerk und drei Selbsthilfegruppen, freuten sich die Vertretenden der KIBiS über rund 100 Teilnehmende, die auf dieser Veranstaltung in einer gemeinschaftlichen Atmosphäre zusammenkamen.

Drei eindrucksvolle Dokumentarfilme wurden während der Veranstaltung präsentiert. Sie zeigten auf unterschiedliche Weise, wie vielfältig Sucht sein kann – und wie sehr sie nicht nur die Betroffenen, sondern auch ihr Umfeld beeinflusst. Ergänzt wurde das Filmprogramm durch kurze Expert*innenvideos zur Suchtprävention.

Der erste Film thematisierte die Gefahren von Lachgas, einer aktuellen Trend-Droge, die vor allem bei Jugendlichen immer beliebter wird. Der Film zeigte authentische Erfahrungsberichte junger Menschen, die über die gesundheitlichen Folgen und ihre persönlichen Erlebnisse sprachen.

Im zweiten Beitrag ging es um ein oft übersehenes Thema: die Co-Abhängigkeit von Angehörigen, insbesondere im Zusammenhang mit Alkoholsucht. Die emotionale Belastung, die Kinder und Partner*innen von suchtkranken Menschen erfahren, wurde eindrucksvoll dargestellt. Viele Betroffene entwickeln früh eine hohe Selbstständigkeit – häufig begleitet von Isolation, Angstzuständen und dem Gefühl, mit niemandem über ihre Situation sprechen zu können.

Abschließend widmete sich der dritte Film der Glücksspielsucht. Ob Lotto, Poker oder Sportwetten – durch digitale Medien ist das Spielen jederzeit möglich. Die Dokumentation zeigte eindrücklich, wie schwer es ist, sich diesem Reiz zu entziehen, und welche sozialen und finanziellen Folgen eine Spielsucht mit sich bringen kann.

Neben dem Filmprogramm bot der Fachtag auch Raum für Austausch: Die Teilnehmenden konnten mit den Mitarbeitenden der Einrichtungen sowie untereinander ins Gespräch kommen, Fragen stellen und sich über Unterstützungsangebote informieren. „Die Filme wurden so gut angenommen, dass im Nachhinein sogar das Material zum wiederholten Anschauen angefragt wurde“, freut sich Ines Kampen, Leiterin der KIBiS.  Wir danken allen Beteiligten für die unermüdliche Aufklärungsarbeit und allen Interessierten für ihre Bereitschaft, sich mit diesen komplexen Themen auseinanderzusetzen sowie die durchweg positive Resonanz zu dieser wichtigen Veranstaltung.