Die Feier setzte den Schlusspunkt an die Ära Kampen. Zahlreiche Vertreterinnen der Braunschweiger Selbsthilfegruppen, Vertreterinnen der Selbsthilfekontaktstellen des Paritätischen Landesverbandes sowie viele weitere Gäste und Wegbegleiter*innen und natürlich auch Sven Spier, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, füllten den Saal mit Leben – sie kamen, um dabei zu sein, wenn Geschichte geschrieben wurde.
Mehr als 23 Jahre Engagement für die Selbsthilfe – ein Dankeschön an Ines Kampen
Sven Spier schaute mit großer Anerkennung auf den langen, engagierten Einsatz von Ines Kampen zurück. Er würdigte ihren wichtigen Beitrag für die Braunschweiger Selbsthilfeszene und das weitreichende Netzwerk psychosozialer Einrichtungen rund um die Kibis: „Sie waren das Gesicht der Kibis. Für Selbsthilfeaktive und auch für den Rat waren Sie Orientierung und ein verlässlicher Anker. Sie haben Menschen zusammengebracht. Wir verabschieden heute diejenige, die die Selbsthilfe in Braunschweig bis jetzt maßgeblich geprägt hat. Ihr Wirken wird noch lange nachhallen.“
Auch Monika Fritzke, Sprecherin des Selbsthilfegruppen-Rates, fand emotionale und berührende Worte. Sie betonte, wie wertvoll Ines Kampens langjähriger Einsatz für unzählige Selbsthilfegruppen von der Gründung bis hin zur Unterstützung bei späteren Fragen war.
Ines Kampen selbst bedankte sich für die warmen, wertschätzenden Worte und guten Wünsche und machte auf die Bedeutung von Selbsthilfe aufmerksam. „Ohne Selbsthilfe wäre es ganz schön dunkel.“ Mit herzlichem Dank an ihr Team betonte sie die Bedeutung des Miteinanders, des Zusammenhalts und der gegenseitigen Unterstützung, die all das ermöglicht hätten. Und sie setzte den Fokus klar auf das Kommende: Die Nachfolgerin Kathrin Knoll stellte sie mit Wertschätzung vor – ein symbolischer Moment, den die neue Leiterin der Kibis durch einen Schuh und einen Hut sichtbar machte: „Ich trete in große Fußstapfen und ziehe meinen Hut vor Ines Kampen.“ Gleichzeitig übernahm Kathrin Knoll den Hut – bereit für die neue Aufgabe.
Für Spaß sorgte Norbert Wiedemann, der seit langer Zeit in der Selbsthilfe für Angehörige psychisch erkrankter Menschen aktiv ist. Denn Humor kann oft helfen, schwere Themen ein Stück weit leichter zu machen. In seiner bekannten Rolle als Selbsthilfe-Clown „Nobbi“ blickte er in gewohnt amüsanter Art auf die gemeinsamen Jahre zurück. Als Andenken überreichte er Ines Kampen seine Clownsnase, die sie direkt aufsetzte und sich strahlend vor dem versammelten Publikum bedankte – das war ein Funken Humor, der die Stimmung der Feier perfekt traf.
Joshua Friederichs, Geschäftsbereich Soziale Hilfen, Beratung und Gesundheitsdienste des Paritätischen Landesverbands, fand ebenfalls lobende Worte für das langjährige und vorbildliche Engagement von Ines Kampen.
Ein üppiges Mitbring-Buffet, viele gute Gespräche, persönliche Begegnungen und die Möglichkeit, einen Beitrag in ein ganz persönliches Abschiedsbuch zu gestalten, rundeten den Abend gelungen ab.
Roland Wolter, Mitarbeiter der KIBiS und selbst seit 21 Jahren dabei, warf stellvertretend für das KIBiS-Team mit einer Foto-Show unterhaltsam einen Blick zurück auf mehr als zwei Jahrzehnte und hob dabei besonders die vielen Highlights und Anekdoten hervor: von den vielen Selbsthilfetagen auf dem Kohlmarkt, Feiern, Gesamttreffen und etliche andere Veranstaltungen. und bei den von Frau Kampen organisierten Selbsthilfegruppen-Fortbildungen ereignet haben.
Ein Hoch auf Dich – und auf das, was kommt
Für weitere besondere Momente sorgte der Selbsthilfechor mit dem Lied „Auf uns“ von Andreas Bourani. Leicht abgeändert schienen die Zeilen genau wie für diesen Moment geschrieben: Denk an die Tage, die hinter dir liegen … Hier geht jeder für jeden durchs Feuer … Im Regen stehen wir niemals allein.
Fröhlich und offen hielt es Ines Kampen nicht auf dem Ehrenstuhl: Schnell sang sie mit, tanzte durch die Reihen und gab dem Abschied neben all der Emotionalität das nötige Fünkchen Leichtigkeit. Das Gesicht der Selbsthilfe sagt TsCHÜSS – und wie gewohnt mit Herzblut, positiv und motivierend.
Ein herzliches Dankeschön an Ines Kampen – für ihren Einsatz, für die tröstenden Worte, für jedes Leben, das bereichert wurde, und jedes Lächeln, das sie gezaubert hat. Ein Hoch auf dich, ein Hoch auf das, was vor dir liegt, und auf das, was uns verbindet – auf diese Zeit!








