Suchtprävention an einem ungewöhnlichen Ort: Rund 1800 Jugendliche Braunschweiger Schulen konnten sich im Cinema C1 an zwei Tagen mit Filmen und attraktiven Mitmach-Aktionen mit den Themen Alltagsdrogen auseinandersetzen.
Ziel der JugendFilmTage „Nikotin und Alkohol - Alltagsdrogen im Visier“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist es, die kritische Haltung zu Suchtmitteln fördern.
Die zielgerichtete Ansprache mit Kinoatmosphäre und die gelungene Mischung aus Film und Spaß kamen bei der Jugend sichtlich gut an. Auf große Resonanz stießen auch die Mitmach-Aktionen im Kinofoyer. Die Jugendlichen konnten sich und ihr Wissen rund um die Themen Alkohol und Drogen beim Frageduell der Drobs selbst testen oder auch beim Promille-Run „Voll neben der Spur“ mit Spezialbrillen einen simulierten Rausch und dessen Folgen erleben. Die Aktionen machten, ohne den erhobenen Zeigefinger, auf die Gefahren in einprägsamer und unterhaltsamer Art und Weise deutlich. Außerdem gab es vor Ort natürlich aktuelle Infos, Broschüren und Give-aways.
„Die Mitmachaktionen angedockt an Spielfilme und in Kombination mit Lehrerworkshops bieten eine intensive Vermittlung. Aktionen wie diese wirken nachhaltig. Davon zeugen auch die Zahlen. Der Rückgang der jungen Menschen, die zur Zigarette greifen ist deutlich. Die Raucherquote hat sich hier mehr als halbiert. Sorgen mache dagegen immer noch der Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Gerade das Rauschtrinken sei weiterhin ein Problem, so Peter Lang von der BZgA. Aber auch hier können Erfolge mittlerweile verzeichnet werden. Dennoch ist noch einiges an Aufklärungsarbeit zu leisten.
„Das Medium Kino als Präventionsort hat sich bewährt. Uns ist es hier in Braunschweig gelungen, die Jugendfilmtage erfolgreich zu etablieren. Alle Schulformen sind dabei. Das ist toll. Aufklärung gelingt so spielerisch und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Das ist uns wichtig. Es geht uns nicht darum, Spielverderber zu sein, sondern junge Menschen in ihrer Persönlichkeit zu stärken, sie zu sensibilisieren und deutlich zu machen, wo der Spaß aufhört und sie ihre Gesundheit gefährden“, sagte Sozialdezernent Ulrich Markurth zum Auftakt der Jugendfilmtage.
Dass die Veranstaltung so erfolgreich ist und die Organisation und der Ablauf so reibungslos funktionieren führt Doris Freudenstein vom Gesundheitsamt auf die tolle Zusammenarbeit mit dem den Arbeitskreis Suchtprävention zurück. „Hier stimmt einfach alles. Wir sind inhaltlich und menschlich auf einer Wellenlänge“.
Die JugendFilmTage wurden in Braunschweig in Zusammenarbeit mit folgenden Institutionen durchgeführt: C1Cinema, AK Sucht, Gesundheitsamt, Jugend- und Drogenberatung (Drobs), Erziehungsberatung Domplatz und Jasperallee, Guttempler, HS Heidberg, Helene-Engelbrecht-Schule, bib, mono X, Kinder- und Jugendschutz der Stadt Braunschweig, Kompetenzzentrum Lehrerfortbildung, Lukas-Werk, Schulelternrat, Selbsthilfezentrum Lichtblick, Polizei, Präventionsrat.
Die Jugendfilmtage sind zudem Auftakt für das kommende Aktionsjahr. Denn dann steht das Thema Sucht im Fokus. Unter dem Motto „Klar- Unabhängig – Löwenstark“ werden 2013 zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Jeden Monat soll es dazu einen besonderen Schwerpunkt geben.
Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite <link http: www.aktionsjahr-sucht-2013.de more-link>www.Aktionsjahr-Sucht-2013.de.










