Mit seiner Benefizaktion unterstützt der Norddeutsche Rundfunk zum 15. Mal wohltätige Zwecke und das Ehrenamt im Norden. Unter dem Motto „Leben ohne Sucht“ ruft der NDR in seiner landesweiten Spendenaktion dazu auf, das Leben von Menschen zu unterstützen, die mit Suchterkrankungen kämpfen.
Vom 1. bis 12. Dezember 2025 werden alle NDR-Programme auf das Thema Sucht aufmerksam machen. Am Freitag, dem 12. Dezember, findet zum Abschluss der große Spendentag statt.
Sucht betrifft mehr als acht Millionen Menschen in Deutschland, von denen viele auch unter stoffungebundenen Abhängigkeiten, wie etwa Internetnutzungsstörungen, leiden. Der Paritätische Wohlfahrtsverband setzt sich mit seinen rund 2.000 Mitgliedsorganisationen in Norddeutschland für die Suchtprävention und -hilfe ein. Mit einem ganzheitlichen Ansatz, der von Prävention bis Nachsorge reicht, wird die Vielfalt der Suchthilfe unterstützt – für alle Altersgruppen und jede Art von Sucht.
Ziel der Aktion ist es, das Verständnis für Menschen mit Suchterkrankungen und ihre Familien zu fördern, Vorurteile abzubauen und die wichtige Arbeit der Suchthilfe sichtbar zu machen. Seit 2011 wurden durch die Benefizaktion des NDR bereits rund 51 Millionen Euro für wohltätige Zwecke gesammelt.
Die Spenden kommen direkt den Projekten zugute, die betroffenen Menschen in der Region helfen. Einige der Initiativen und Projekte wurden vom NDR mit einem Kamerateam begleitet. Unter anderem wurde das Vorhaben, einen multifunktionalen Sportplatz für die Bewohnenden des Wohnheims Haus Braunschweig zu etablieren, vom NDR dafür ausgewählt. Für ein paar Stunden tauchten sie in das Leben und die persönlichen Geschichten der suchterkrankten Menschen ein, die sich mit der gegebenen Alltagsstruktur und der individuellen Unterstützung auf dem Weg zurück in ein suchtmittelfreies Leben befinden. Dafür brauchen sie einen geregelten Tagesablauf, der so wenig Potenzial für Rückfälle wie möglich bietet – denn mögliche Gefahren lauern an vielen Orten.
Gerade deshalb ist der Multifunktionssportplatz, der ausschließlich von den Bewohnenden genutzt werden soll, so wichtig. Hier können sie Sportgeräte nutzen, einen Ausgleich schaffen und positive Emotionen abseits von Suchtmitteln erleben. Der Wunsch ist es, sich beim Fußball-, Basketball- oder Volleyballspielen auszutoben und vielleicht auch Turniere mit anderen Einrichtungen zu veranstalten.
„Bei den Suchterkrankungen handelt es sich um eine anerkannte Krankheit. Äußere Faktoren spielen immer auch eine Rolle. So auch die Berührungspunkte mit Suchtmitteln an öffentlichen Plätzen wie beispielsweise Skateranlagen, Parks und ähnliches. Denn irgendwann ist es nicht mehr eine Kopfsache, sich gegen den Konsum von Suchtmitteln zu entscheiden. Insofern sind geschützte Räume und Außenanlagen wie bei uns im Haus Braunschweig sehr wichtig. Hier bekommen die Bewohnenden den notwendigen Halt und das Gefühl von Sicherheit“, betont Einrichtungsleiter Florian Schoenrock.
Der Beitrag ist in der Mediathek nachzuschauen: https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/hallo_niedersachsen/hand-in-hand-betreutes-wohnheim-fuer-ehemalige-abhaengige,hallonds-3948.html
Vielen Dank an den NDR für den einfühlsamen Drehtag! Ihr gebt dem Thema ein Gesicht und Öffentlichkeit.
Weitere Informationen zu den Spendenmöglichkeiten sowie den beteiligten Projekten sind auf der NDR-Website https://www.ndr.de/hand_in_hand_fuer_norddeutschland und in den sozialen Medien zu finden.










