Rund einhundert Teilnehmer informierten sich zum Thema „Illegale und legale Drogen bei der Podiumsdiskussion unter dem Motto „Alles was knallt“. Initiiert von der Polizeidirektion Braunschweig in Zusammenarbeit mit der Braunschweiger Zeitung fand die zweistündige Veranstaltung in den Räumen des BZV Medienhauses statt. Rainer Schubert vom Gesundheitsamt Braunschweig moderierte den Abend. Als Experte mit auf dem Podium saß Klaus Bremer-Huhn von der Jugend- und Drogenberatungsstelle (Drobs). Insbesondere Eltern und Lehrer, aber auch Fachleute nahmen an dem Abend teil.
„Die Normalität sieht für Jugendliche heute anders aus, als noch vor zwanzig Jahren. Was früher der billige Wein war, sind heute Drogen. Fast jeder Jugendliche kommt in der heutigen Zeit in Kontakt mit Drogen. Die Frage ist nur, ob er sie nimmt oder nicht“, weiß Klaus Bremer-Huhn von der Jugend- und Drogenberatungsstelle. „Gehen Sie davon aus, dass jeder Jugendliche über Drogen auf jeden Fall Bescheid weiß“, richtete sich der erfahrene Drogenberater Bremer-Huhn sich an die Veranstaltungsteilnehmer. Aus diesen Gründen scheint es besonders wichtig, Eltern Hilfestellungen und Tipps zu geben, um Alarmsignale zu erkennen. es zu beachten gilt oder mit
Die Experten gaben bei der Podiumsdiskussion Einblicke über die unterschiedlichen Drogen wie Cannabis, Badesalze, sogenannte Felgenreiniger und Kräutermischungen und ihre Auswirkungen. Ralf Metschulat, Leiter des Jugendkommissariats der Polizei Braunschweig, schilderte das Vorgehen und den Ablauf, wenn ein Jugendlicher mit Drogen erwischt wird und welche Konsequenzen beim Konsum illegaler Drogen drohen.
Wie sollen Eltern reagieren, wenn Sie mitbekommen, dass ihr Kind Drogen konsumiert. „Eltern reagieren verständlicherweise entzetzt, häufig panisch. Wir raten Eltern, so zu reagieren, wie es das Kind nicht erwartet. Die Standpauke gab es, wenn wir jemanden erwischt haben, schon von der Polizei“, rät Ralf Metschulat und fügt hinzu: „Die Konsequenzen, die einem jungen Menschen bei Drogenkonsum drohen, haben schon abschreckende Wirkung. Neben Auflagen wie Urin-Kontrollen und der Besuch der Drogenberatung und anderen Dingen wird auch das Straßenverkehrsamt informiert. Bei wiederholtem Erwischen rückt dann der Führerschein in weite Ferne.“
Oft ist der Gruppenzwang ein Auslöser für den Drogenkonsum. „Die Jugendlichen sollten hinterfragen, was ein guter Freund ist. Denn gute Freunde akzeptieren auch ein Nein“, sagt Ulrike Giebert, von der Jugendberatung BiB.
Früherkennung und Prävention war an diesem Abend ein weiteres großes Thema. „Wir können bei den jungen Menschen nichts erzwingen, sondern nur versuchen, sie zu bestärken, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Wenn ein Jugendlicher sich entscheidet, keine Drogen zu nehmen, dann ist das die beste Prävention“.
Dr. Alexander Abel berichtete von den tückischen Gefahren der unterschiedlichen Drogen. So sind beispielsweise die Auswirkungen der neuen Drogen wie Badesalze" oder nicht einschätzbar, da sie mit den unterschiedlichsten chemischen Substanzen versetzt sind. „Man weiß nie, was man einnimmt“, warnt Dr. Abel. Auch darf die Gefahr von Cannabis nicht unterschätzt werden. Der THC-Gehalt ist heute beim Cannabis wesentlich höher. Schizophrenie kann eine Folge der Einnahme von Cannabis sein.
Welche Anzeichen könnten auf Drogenkonsum schließen, wollten Eltern wissen. „Wesensveränderung, Interessensverlust, wenn sich ein Kind im Zimmer einschließt, sich zurückzieht“, all dies können Alarmsignale sein. Bremer-Huhn rät: „Verzichten Sie auf Machtkämpfe, bleiben Sie im Gespräch vertreten Sie ihre Meinung.“ Auch d
Kinder, die eine hohe Frustrationstoleranz, mit Ängsten und Stress gut umgehen können und kommunikationsfähig sind, die sind gut gewappnet für die Zukunft. „Wer gelernt hat, dass das Leben kein Rosengarten oder Ponyhof ist, der ist gut gerüstet“, so Bremer-Huhn abschließend.






