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Spatenstich für Neubau des Wohnheims Haus Hagenberg: Mehr Plätze und modernisierte Infrastruktur für die Suchtkrankenhilfe in Hornburg

beim Spatenstich

Freuen sich, dass es losgeht: (v.l.): Dzewad Delic, Geschäftsführer des Bauunternehmens, Einrichtungsleiterin Anke Nickel, Architekt Sandi Morese, Hornburgs Ortsbürgermeister Marc Samel, Sven Spier, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig sowie Martin Schulze, Bürgermeister der Gemeinde Schladen-Werla.

Es geht los. Der symbolische Spatenstich am Mittwoch, 5. November, auf dem Hagenberg gab jetzt den offiziellen Startschuss für das millionenschwere Bauvorhaben in Hornburg. Der Paritätische Braunschweig investiert 7,5 Millionen Euro in den Neubau des Wohnheims für suchtkranke Menschen. Damit beginnt für das Wohhneim Haus Hagenberg eine neue Ära. Nach mehr als 28 Jahren erfolgreicher Begleitung von Menschen auf ihrem Weg in ein suchtmittelfreies Leben hat jetzt ein umfassendes Bauvorhaben begonnen, das die Einrichtung zukunftsfähig macht und den Bedürfnissen der Bewohner*innen auf ansprechende und zeitgemäße Art und Weise gerecht wird. Das Projekt umfasst sowohl die Sanierung bestehender Gebäude als auch den Neubau weiterer Wohn- und Funktionsräume und sorgt damit für eine Erweiterung der Kapazitäten sowie eine Modernisierung und Verbesserung der Infrastruktur.

Bauvorhaben im Detail

Die Gebäude auf dem Grundstück „Auf dem Hagenberg 1“ waren in die Jahre gekommen und wiesen erhebliche Sanierungsbedarfe auf. Um die Fortführung der erfolgreichen Arbeit zu gewährleisten und den gewachsenen Anforderungen gerecht zu werden, musste ein umfassendes Umbau- und Neubaukonzept entwickelt werden.

Die geplanten Maßnahmen umfassen:

  • Sanierung und Umnutzung des Bestandsgebäudes Haus 1, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden.
  • Abriss des Bestandsgebäudes Haus 2, das aufgrund seines baulichen Zustands nicht mehr genutzt werden kann.
  • Errichtung von drei neuen Bewohnerhäusern mit jeweils zehn Plätzen, die den Bewohner*innen eine moderne, wohnliche Atmosphäre bieten.
  • Neubau eines Funktionsgebäudes, das Räume für Werkstätten, Ergotherapie und andere therapeutische Angebote umfasst.
  • Zusätzlicher Neubau eines weiteren Bewohnerhauses auf der Osterwiecker Str. 12a, das acht ausgelagerte Wohnheimplätze bieten wird.

Erweiterung der Kapazitäten und Investition in die Zukunft

Nach Abschluss der Baumaßnahmen wird die Einrichtung insgesamt 50 Plätze bieten, 4 mehr als zuvor. Mit einer Gesamtinvestition von rund 7,5 Millionen Euro in das Projekt durch den Paritätischen Braunschweig wird nicht nur die bauliche Substanz der Einrichtung nachhaltig verbessert, sondern auch die Konzeption der Betreuung und der individuellen Förderung weiterentwickelt.

Zwischenzeitliche Lösungen während der Bauphase

Während der Bauphase, die voraussichtlich bis Dezember 2026 dauern wird, sind die betroffenen Bewohner*innen in angemieteten Unterkünften in der Region untergebracht. Die Übergangslösungen gewährleisten, dass die Betreuung und Begleitung der Menschen weiterhin sichergestellt ist.

Ausblick

„Von Anfang an haben wir mit der Stadt Hornburg und der Gemeinde Schladen-Werla im engen Austausch gestanden. Mit dem Neubau und der umfassenden Sanierung von Haus Hagenberg setzen wir ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Suchtkrankenhilfe in unserer Region. Das alte Haus 1 bleibt erhalten und soll künftig als Verwaltungsgebäude, als Speisesaal und als Küche genutzt werden. Auf dem Gelände werden zudem insgesamt vier neue Gebäude entstehen. Drei Häuser für Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein Funktionsgebäude mit großer Holzwerkstatt mit Fahrradwerkstatt mit Ergotherapie-Räumen", erläutert Geschäftsführer Sven Spier.

Der Paritätische Braunschweig sichert damit die Zukunftsfähigkeit der Einrichtung.  Der Plan ist, dass im Dezember nächsten Jahres hier die ersten Menschen leben können.

"Das Wohnheim Haus Hagenberg ist seit vielen Jahren ein Ort, an dem Menschen, die sich bewusst dazu entschieden haben, ohne Drogen, ohne Suchtmittel, ohne Alkohol leben zu wollen, auf ihrem Weg in die Abstinenz professionell begleitet werden. Haus Hagenberg ist für viele ein Stück weit zur Heimat geworden. Auch viele Mitarbeitende leben hier beziehungsweise kommen aus der Gegend. Die Menschen, die hier leben, nehmen am Leben in Hornburg teil, sind Mitglied in Sportvereinen, gehen zu Kulturveranstaltungen und vieles mehr. Wir sind ein Teil von Hornburg und wir bleiben Hornburger“, sagt Sven Spier beim Setzen des symbolischen ersten Spatenstichs.

„Mit den neuen Räumlichkeiten bieten wir nicht nur mehr Platz, sondern auch eine bessere Infrastruktur für die therapeutische Arbeit und das Wohl unserer Bewohner*innen“, betont Einrichtungsleiterin Anke Nickel.

„Wir freuen uns auf die neuen Aufgaben, die mit dem Start von heute auf uns warten“, kündigt Architekt Sandi Morese feierlich an.

„Dieser Ort ist nicht nur ein Ort der Betreuung, sondern auch der Hoffnung, der Gemeinschaft und des Neubeginns. Unser Dank und Respekt gilt den engagierten Menschen, die hier täglich ihr Herz und ihr Fachwissen einsetzen. Es ist schön zu sehen, dass die Bewohner*innen in Hornburg fest verwurzelt sind und als Teil unserer Gemeinschaft aktiv zum Miteinander in unserer Stadt beitragen. Dieses respektvolle Zusammenleben ist ein starkes Zeichen unserer Gemeinschaft“, sagt Martin Schulze, Bürgermeister der Schladen-Werla. „Der erste Spatenstich ist immer ein Symbol des Aufbruchs, ein Moment, in dem Visionen Gestalt annehmen und aus Plänen Realität wird“, blickt er positiv in die Zukunft.

Der Einzug in die neuen Gebäude ist für Dezember 2026 geplant. Dann wird Haus Hagenberg mit seiner erweiterten Kapazität und modernen Ausstattung einen noch nachhaltigeren Beitrag zur Suchtkrankenhilfe leisten können.

Über Haus Hagenberg:

Haus Hagenberg ist ein seit 28 Jahren bestehendes Wohnheim für Menschen mit Suchterkrankungen in Hornburg. Die Einrichtung begleitet Menschen auf ihrem Weg in ein suchtmittelfreies Leben und unterstützt sie dabei, ihre Selbstständigkeit wieder zu erlangen. Haus Hagenberg bietet einen sicheren, geschützten und unterstützenden Raum für Menschen, die Hilfe bei der Überwindung von Suchterkrankungen benötigen.

Beteiligte Firmen und Unternehmen:

  • Morese Architekten
  • Ingenieurbüro Giesler
  • Delic Bau GmbH

sowie u.a.

  • Schäffer & Walcker GmbH
  • Franz von Czapiewski
  • Nolte Ausbau GmbH
  • Körner & Pauli GmbH