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Virtuelle Erlebniswelt im Betreuten Wohnen - Seniorinnen und Senioren tauchten ab

Eintauchen in eine andere Welt. Das konnten jetzt im wahrsten Sinne des Wortes mit Hilfe einer virtuellen Realität einige Seniorinnen und Senioren des Betreuten Wohnens in der Ziegelwiese in Braunschweig. Möglich gemacht hat dies das Braunschweiger Startup-Unternehmen <link https: www.virtualounge.de external-link-new-window>VirtuaLounge gemeinsam mit der <link https: spielraum.ai external-link-new-window>Spielraum UG in Zusammenarbeit mit der TU Braunschweig. Bei dem Projekt mit der Technischen Universität Braunschweig geht es um ein Forschungsvorhaben, das sich konkret um gesundheitliche Ziele und Auswirkungen auf die ältere Generation beschäftigt.

„Mit der digital geschaffenen Realität schicken wir Seniorinnen und Senioren auf Entdeckungsreisen und sorgen für eindrucksvolle Erlebnisse. Angefangen hat das Projekt „VRalive – Mobilität, Gesundheit, Leben“ als ehrenamtliche Tätigkeit der VirtuaLounge GmbH. Nun soll in Kooperation mit der Spielraum UG ein mobilisierendes Produkt für ältere Menschen entstehen. Älteren Generationen die Schönheit virtueller Welten aufzuzeigen und eine kurze Auszeit von Sorgen und Schmerzen zu ermöglichen ist unser Ziel“, berichtet Florian Nagel von der Spielraum UG.

Bei dieser neuen Technik handelt es sich um digitale 3-D-Brillen. Das Gerät, das aufgesetzt wird wie eine große Taucherbrille, ermöglicht es, in eine virtuell erzeugte Lebenswelt einzutauchen. Dargestellt werden die unterschiedlichsten Erlebniswelten wie beispielsweise eine Unterwasserwelt, eine Landschaft oder auch eine Stadt. Die Seniorinnen und Senioren, die die neue Technologie jetzt ausprobieren konnten, waren durchweg begeistert. Sie konnten in eine bunte Unterwasserwelt eintauchen, sahen Korallenriffs, große Wale, die zum Anfassen nahe kamen, bunte Fischschwärme  und vieles mehr. „Wunderbar, das sieht ja wunderschön aus, als ob man sich wirklich in der Welt befindet, schon erstaunlich, spannend“, diese und andere freudige, positive Reaktionen waren immer zu hören, nachdem die älteren Techniktester in die Tiefen des Meeres eintauchten. Diejenigen, die gerade nicht die Brille aufhatten, konnten die Bilder und das Unterwassertreiben auf einem großen Bildschirm mitverfolgen.

Gerade für die älteren Menschen ist die neue Technik eine Möglichkeit, Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Konzentration, Orientierung aber auch Beweglichkeit und Koordination zu trainieren und zu fördern. Denn, man glaubt es kaum, führen die Menschen spielerisch und ganz nebenbei Bewegungen aus, die sie schon sehr lange nicht mehr gemacht haben. Sie schauen beispielsweise Richtung Decke nach oben, bewegen Kopf, Hals und Nacken in alle Richtungen, bücken sich, strecken die Arme, greifen nach virtuell dargestellten Dingen und vieles mehr. 

„Das war rundherum ein spannendes und ganz besonderes Erlebnis, das geradezu nach einer Wiederholung ruft“, zeigte sich Sabine Rath, Leiterin der Paritätischen Dienste, erfreut über dieses neue Pilotprojekt. Und auch die Bewohnerinnen und Bewohner wünschen sich noch weitere, andere virtuelle Welten zu sehen und zu erleben.