Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege

MINT - Forschen und Experimentieren im Kindergarten

Unser Konzept dient der Förderung des Interesses an Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, den MINT-Themen.

Über die Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Bewegung im Raum und den Umgang mit Gegenständen sammeln die Kinder bereits früh Erfahrungen, die für die Entwicklung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Grundverständnisses notwendig sind.

In der Bewegung erleben sie sich selbst in Bezug zum Raum und zu Gegenständen. Sie erwerben auf konkret-anschaulicher Ebene Vorstellungen über Größenverhältnisse, Raumlage und räumliche Beziehungen, die sie über Bewegungsspiele und im Umgang mit verschiedenen Materialien erweitern und später auf abstrakte Fragestellungen anwenden lernen. Durch die Vorwärts- und Rückwärtsbewegung im Raum wird das Verständnis von Addition und Subtraktion vorbereitet.

Wir führen die Kinder an Zahlen und Zahlensymbole heran. Wir zählen mit ihnen die Kinder in der Gruppe, die Teller auf dem Tisch oder die Finger an der Hand. Sie lösen erste Rechenaufgaben, indem sie herausfinden sollen, wie viele Kinder anwesend sind, wenn zwei Kinder der Gruppe krank sind. Wir suchen mit ihnen Ziffern auf der Uhr, auf Geldstücken, auf dem Telefon, auf Spielmaterialien und in Büchern.

Durch gleich bleibende Strukturen im Tages- und Wochenablauf können sich die Kinder zeitlich orientieren. Sie merken sich zeitliche Abfolgen, lernen Tageszeiten und Wochentage kennen und wiederkehrende Ereignisse zuzuordnen.

Durch die Beschäftigung mit den Jahreszeiten und mit Ereignissen wie Weihnachten, dem eigenen Geburtstag oder der bevorstehenden Einschulung werden für die Kinder größere Zeiträume erfahrbar und sie lernen eine längerfristige Zeitperspektive zu entwickeln.

In Spiel- und Alltagssituationen ergeben sich viele Gelegenheiten, bei denen die Kinder von sich aus Mengen- und Größenverhältnisse, Formen und physikalische Eigenschaften und Wirkungen erkunden. Sie vergleichen die Größe der Kuchenstücke oder messen, wer nach dem Memoryspiel den höchsten Kartenstapel hat. Sie stellen fest, dass Erdbeereis kalt und Erbsensuppe heiß ist und eine volle Kanne schwerer ist als eine leere. Sie erforschen, wie man mit Magneten Dinge befestigen oder auch bewegen kann.

Die Erzieherin ist in der Rolle der Lernenden und Lehrenden zugleich: Die Kinder geben zum Einen mit ihren Fragen vor, welche Experimente sie ausprobieren wollen. Wir stellen ihnen zum Anderen Materialien zur Verfügung, mit denen sie diese Alltagserfahrungen durch selbständiges oder angeleitetes Experimentieren nachvollziehen und vertiefen können.

Wir ergänzen dies durch Beobachtungen in der Natur und regen sie dazu an, Naturphänomene bewusst wahrzunehmen. Sie können z. B. beobachten, dass Steine im Wasser untergehen, Holz aber schwimmt oder dass Pfützen im Winter bei großer Kälte zufrieren.

Wir unterstützen die Kinder in den unterschiedlichen Altersstufen mit ihren vorhandenen Fähigkeiten und Erfahrungen. Ziel ist es, ihre natürliche Neugier für naturwissenschaftliche und technische Zusammenhänge aufzugreifen und ihre Experimentierfreude zu fördern. Hiermit wird  ein optimaler Übergang zur Schule unterstützt.