Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
19.11.18

„Ein Zusammenspiel der Kräfte“ - Arbeit der Braunschweiger Wohlfahrtsverbände beim traditionellen Jahresempfang gewürdigt


Beim Jahresempfang 2018 mit dabei: (v.l.): Harald Tenzer (Brunswiek Marketing), Gabriela Schimmel-Radmacher (Öffentliche), Marc Knackstedt

(Braunschweigische Landessparkasse), Henning Eschemann (Paritätischer Braunschweig), Gunter Kröger (AWO), Bürgermeisterin Annegret Ihbe, Christian Blümel (DRK) Sozialdezernentin Christine Arbogast, Norbert Velten (Diakonie), Anke Grewe (Diakonie), Henning Radmacher (Radmacher Kalksandsteine), Magdalena Gruber (Caritas), Matthias Konrad (Caritas) und Matthias Henze (BS-Energy).

Blick in de Saal

Bereits zum 15. Mal hatte die Arbeitsgemeinschaft der Braunschweiger Wohlfahrtsverbände (AGW) gemeinsam mit Organisator Harald Tenzer zum traditionellen Jahresempfang in die Dornse des Altstadtrathauses geladen. Und wie immer war die Veranstaltung in der guten Stube der Stadt Braunschweig von Vertretern aus Verwaltung, Politik, der Wirtschaft, sozialen Verbänden, Institutionen, Organisationen und Ehrenamtlichen gut besucht.

Gunter Kröger, derzeitiger Sprecher der AGW, begrüßte die Gäste, dankte den vielen Ehrenamtlichen: „Ohne Sie würde vieles nicht funktionieren“ und unterstrich die Anstrengungen, die unternommen werden müssen, um den Zusammenhalt der Gesellschaft zu wahren. Für eine sozialgerechte Gesellschaft einzustehen, sei eine der grundsätzlichen Aufgaben der Wohlfahrtsverbände. Kröger hob in seiner Rede zwei gesellschaftliche Herausforderungen hervor. Zum einen verwies er auf eine aktuelle Untersuchung, in die zu dem Ergebnis kommt, dass ein Fünftel der Bevölkerung in Deutschland armutsgefährdet seien. „Und das in einem so reichen Land“, sagte Kröger. Diesen Zustand werden die Wohlfahrtsverbände auch in Zukunft anprangern. Es zeige, wie die Gesellschaft mit den Schwächsten umgehe

Des Weiteren wies er auf die starke Zunahme von Rechtspopulismus und Rechtsextremismus in der Bundesrepublik hin. Und betonte in diesem Zusammenhang: „Das demokratische System werde damit auf die Probe gestellt. Demokratie bedeute nicht nur Freiheit, sondern  auch Verantwortung.“

Braunschweigs Bürgermeisterin Annegret Ihbe überbrachte die Grüße der Stadt und würdigte die herausragende Arbeit, die die Wohlfahrtsverbände für Stadt und Gesellschaft leisten. „Die Folgen der Globalisierung, des demografischen und des Wertewandels sind in unserer Gesellschaft überall spürbar. Der Betreuungsbedarf von Kindern und Jugendlichen wächst ebenso wie der von älteren Menschen. Menschen in besonderen Lebenslagen und Geflüchtete sind auf unsere Unterstützung angewiesen. Jetzt und in Zukunft werden die gemeinsamen Anstrengungen zur Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes von großer Wichtigkeit sein, um die Inklusion von Menschen mit Behinderung zu erreichen.“ Ihbe hob die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen der Stadt und den Wohlfahrtsverbänden hervor. „Welchen Stellenwert die Kooperation genießt, unterstreichen auch die Mittel, die die den Mitgliedern der AGW zur Verfügung stellen. Diese liegen im mittleren zweistelligen Millionenbereich“, so die Bürgermeisterin. Zu der finanziellen Ausstattung kämen jedovh ein weiterer, wesentlicher Part: Es it das wertvollste Kapital, über das die Stadt verfügt: das solidarische Potenzial der Bürgerinnen und Bürger. Denn neben den 5.100 Hauptamtlichen sind 3.200 Freiwillige bei den Trägern der Freien Wohlfahrtspflege engagiert. „Das ist eine starke gesellschaftliche Kraft".

Sehr eindrucksvoll sprach in diesem Jahr Henning Radmacher von dem Unternehmen Radmacher Kalksandsteine für die Sponsoren. Er selbst ist, seit seinem 17. Lebensjahr nach einem Unfall, körperlich beeinträchtigt und auf den Rollstuhl angewiesen. Er, der ganz persönlich weiß, was es heißt professionelle Unterstützung zu bekommen, weiß auch die Arbeit der Menschen, die es ermöglichen dass Menschen mit Behinderungen, an einem normalen Leben teilzunehmen, hervorzuhaben und enorm zu schätzen. ", sagte er. Er kritisierte in seiner Rede nicht nur den strengen Personalschlüssel, sondern forderte auch ein angemessenes Gehalt für Pflegekräfte. Zum Schluss seiner berührenden Rede, dankte er den Wohlfahrtsverbänden, die sich „wohltuend von privaten Unternehmen unterscheiden“ und den Menschen für die zugewandte Arbeit, mit der sie sich für ein selbstbestimmtes, wertvolles und weitgehend schmerzfreies Leben für Menschen mit Behinderung, engagieren.

Initiator Harald Tenzer betonte zum Abschluss noch einmal den großartigen Geist der Verbände, wies auf den Sozialtransferpreis hin, der im kommenden Jahr zum zehnten Mal vergeben wird und dankte den langjährigen Sponsoren, der Braunschweigische Landessparkasse, Öffentliche Versicherung, BS-Energy, Restaurant Tandure und Kalksandsteinwerk Wendeburg

Zum Ausklang des offiziellen Teils des Abends unterhielt das Duo mit Jan Behrens und Jürgen Osterloh die Gäste musikalisch bestens mit Jazz-Interpretationen bekannter Stücke.

 

 

 


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