Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
28.05.19

Unter dem Motto „Zeit was zu verändern“ präsentierten sich mehr als dreißig Selbsthilfegruppen beim 14. Braunschweiger Selbsthilfetag auf dem Kohlmarkt


Ines Kampen (von links), Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfe Braunschweig, Bürgermeisterin Anke Kaphammel (CDU), und Sozialdezernentin Christine Arbogast (rechts) ehrten Susanne Wagner (dritte von links), Michael Schrank, Karin Schulz und Lothar Goyer für ihr Engagement in der Selbsthilfe.

Lebendig, vielfältig, interessant – so zeigten sich 32 Braunschweiger Selbsthilfegruppen beim 14. Braunschweiger Selbsthilfetag am Samstag, 25. Mai auf dem Kohlmarkt.

Bei angenehmen Temperaturen fanden viele Selbsthilfe-Interessierte jeden Alters viele Anregungen und Anstöße. Mehr als dreißig Selbsthilfegruppen stellten sich vor, informierten über ihre Themen und gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Mitglieder aus den verschiedensten Selbsthilfegruppen standen als Ansprechpartner für Gespräche bereit und hatten jede Menge Informationsmaterialien dabei. 

Seit vielen Jahren ist das Themen-Spektrum der Selbsthilfegruppen in Braunschweig groß und reicht von chronischen Erkrankungen, Behinderungen bis hin zu psychischen Erkrankungen und den Bereichen Süchte und Soziales. Betroffene und Betroffene und Angehörige finden hier im geschützten Raum die Möglichkeit, sich unter Gleichgesinnten auszutauschen. Beim Selbsthilfetag waren in diesem Jahr unter anderem Gruppen zu den Themen Aphasie, Mutliple Sklerose, Parkinson, Stoma, Nieren, HIV, Krebs, Essstörungen, Behinderungen, Alleinerziehend, Psychische Erkrankungen und Alkoholsucht vertreten.

Organisiert wurde der Selbsthilfetag, der im Turnus von zwei Jahren in Braunschweig stattfindet und dieses Mal unter dem Motto „Zeit was zu verändern“ stand, von der  der Kontaktstelle für Selbsthilfe, der Kibis.

Ines Kampen, Leiterin der Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen eröffnete um 11 Uhr gemeinsam mit Hella Sievers und Stefan Lange, beide Sprecher des Braunschweiger Selbsthilfegruppenrates, offiziell die Veranstaltung.

Gegen Mittag überbrachte Bürgermeisterin Anke Kaphammel die Grußworte der Stadt: Die Selbsthilfe gelte als fünfte Säule in der Gesundheitsversorgung und sei enorm wichtig. Die Stadt werde auch weiterhin im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Selbsthilfe in Braunschweig unterstützen, sagte die Bürgermeisterin in ihrer Rede. „Der Zusammenhalt und der emotionale sowie praktische Austausch in den jeweiligen Gruppen sind enorm wichtig und der Bedarf wird nicht weniger“, so Kaphammel. Dabei ginge es in Zukunft auch darum, dass neben dem Bemühen, Menschen mit Migrationshintergrund den Zugang zur und in die Selbsthilfe finden, auch jüngere Menschen sich in diesem Bereich wiederfinden. Dafür engagiere sich die Kontaktstelle für Selbsthilfe, Kibis seit Jahren“, sagte sie und dankte der Kibis für die wichtige und unverzichtbare Arbeit.

Direkt im Anschluss zeichnete Sozialdezernentin Dr. Christine Arbogast vier Ehrenamtliche aus Selbsthilfegruppen für ihr großes Engagement zeichnen.

Ein buntes Bühnenprogramm mit verschiedenen Musik- und Tanzdarbietungen rundete den Tag ab. Für die hervorragende Unterhaltung sorgten unter anderem der Braunschweiger Senioren-Rockchor mit Peter Stoppok sowie das Akustik-Trio „Elisar“.

„Der Selbsthilfetag ist eine wichtige Veranstaltung für die einzelnen Gruppen. Die Selbsthilfelandschaft verändert sich stetig. Alle zwei Jahre haben wir mit dieser Veranstaltung die Möglichkeit zu zeigen, was Selbsthilfe ausmacht, wie groß die Bandbreite der gegenseitigen Unterstützung ist, welche Menschen die Gruppen ausmachen, was und wer hinter den Namen der Selbsthilfegruppen steht, wo und wie Menschen Hilfe bekommen können“, sagt Ines Kampen, Leiterin der KIBiS.

Der Selbsthilfetag fand in diesem Jahr im Rahmen des Aktionstags „Wir hilft“ des Paritätischen Gesamtverbands statt, bei dem bundesweit mehr als 120 Veranstaltungen stattfanden.


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