Paritätischer Braunschweig - Ein Spitzenverband der Freien Wohlfahrtspflege
14.02.20

Auch im Alter gut bei Kräften bleiben – gut besuchter Fachtag „Ernährung im Alter“ hatte das Thema „Über- und Untergewicht“ im Fokus


Älter werdende Menschen können selbst einiges tun, um so gut es geht gesund zu altern und bei Kräften zu bleiben. Hilfreiche Tipps dazu gab es jetzt im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Ernährung im Alter“ bei der Informationsveranstaltung die das Thema „Über- und Untergewicht“ als Schwerpunktthema hatte. Der Fachtag, der bereits zum vierten Mal gemeinsam von den Paritätischen Diensten, dem Seniorenbüro der Stadt Braunschweig und ambet e. V organisiert wurde, richtete sich sowohl an Fachkräfte als auch an Seniorinnen und Senioren, Angehörige und Interessierte.

Knapp siebzig Gäste folgten der Einladung und erhielten von der Ernährungswissenschaftlerin und Diplom-Oecotrophologin Esther Metz interessante Informationen zum Thema Mangel- und Fehlernährung, welche große Bedeutung und welche, zum Teil gravierenden, Auswirkungen diese auf den Gesundheitszustand hat. So sei es im Alter gut, etwas mehr ‚auf den Rippen‘ zu haben, sagte Esther Metz. Sie gab Beispiele, wie eine optimale Ernährung im Seniorenalter aussehen kann, informierte über das Intervallfasten und erklärte, wieso der BMI nicht alleine ausschlaggebend für ein „gutes Gewicht“ sei. Denn eine größere Bedeutung werde der körperlichen Zusammensetzung von Muskel-, Fett-, Wasseranteil beigemessen. Dafür gäbe es die BIA-Messung ('Bio-Impedance-Messung'), die diese verschiedenen Anteile analysiert, erklärte Metz. Für die körperliche und geistige Gesundheit sei besonders der Anteil der Muskelmasse wichtig, denn: „Studien haben gezeigt, dass bei Mangelernährung ein signifikanter Muskelabbau im Körper stattfindet. Somit kommt dem Muskeltraining auch im höheren Alter zusammen mit einer abwechslungsreichen, vollwertigen Ernährung eine zentrale Bedeutung zu, um möglichst lange fit und rüstig zu bleiben“, sagte die Expertin.

Den Aspekt der körperlichen Fitness hatte Physiotherapeutin und Sozial- und Organisationspädagogin, Liane Weigel, im Fokus. Denn gerade auch im Alter hat „aktiv sein“ einen hohen Stellenwert. Mangelnde Beweglichkeit habe nicht nur körperlich negative Auswirkungen, sondern könne auch zu sozialer Isolation führen, betonte Referentin Weigel. „Bewegung ist ein großer und wichtiger Baustein für das Immunsystem, den Stoffwechsel, für die Muskulatur, die Gelenke und das Skelettsystem aber auch für das Gedächtnis. Da im Alter der Grundumsatz sinkt, und Muskeln mehr Energie verbrauchen als Fettgewebe, ist es wichtig, dass der Anteil der Muskelmasse, der sich im Laufe des Lebens grundsätzlich schon im Schnitt um 40 Prozent reduziert, nicht noch geringer werden zu lassen. Dafür spielen die drei Faktoren Mobilisierung, Kräftigung und Dehnung eine wichtige Rolle.“, erklärte die Physiotherapeutin. Hilfreiche Tipps gab sie zum Abschluss ihres Vortrags ganz anschaulich mit praktischen Übungen, die die Besucherinnen und Besucher gleich unter Anleitung ausprobieren konnten.

Im Anschluss gab es bei Kartoffelsuppe und Würstchen Zeit für einen interessanten Austausch. Die Resonanz auf die Veranstaltung war sehr gut. Begeistert und froh über viele neue Anregungen war, wie viele andere auch, Altenpflegerin Heike Hild, die eine Menge Tipps gleich gemeinsam mit ihren Alltagsbegleitern für die zu betreuenden älteren Menschen umsetzen will.  

 

 

 


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