Spendenaktion "Das Goldene Herz" 2021 unter dem Motto "Erste Hilfe gegen Armut"

Die traditionelle Weihnachtsspendenaktion „Das Goldene Herz“ der Braunschweiger Zeitung gemeinsam mit dem Paritätischen Braunschweig ist angelaufen und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Erste Hilfe gegen Armut“. Unterstützt werden insgesamt 16 Projekte in der Region, die die Menschen in finanziellen Notsituationen helfen und Wohnungslosen eine warme Mahlzeit und einen Ort der Geborgenheit bieten.

Thema Armut ist seit vielen Jahren präsent. „Es wurden wiederholt Spenden für Projekte gesammelt, die Menschen unterstützen, die sich bereits in Armut befinden oder von Armut bedroht sind. Und leider hat sich die gesellschaftliche Situation in Deutschland – nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie noch verschärft“, sagt Sven Spier, Geschäftsführer des Paritätischen Braunschweig, und ergänzt: „Die Projekte, die in diesem Jahr um Unterstützung bitten, erleben jeden Tag hautnah, was die sich weiter öffnende soziale Schere für Menschen bedeutet. Sie erleben Armut nicht als etwas abstraktes, eine Grafik in den Nachrichten, sondern kümmern sich ganz direkt um Menschen in realer Not.“

Die Spenden kommen direkt bei den Menschen an

Die gemeinsame Spendenaktion hat bereits viele Hilfsprojekte in der Region unterstützen können. Mehr als drei Millionen Euro konnten seit 2001 – jedes Jahr für einen anderen guten Zweck – gesammelt werden.

Und so können Sie helfen: Einzahlungen sind möglich bei allen Banken und Sparkassen auf das Spendenkonto des Paritätischen Braunschweig bei der Braunschweigischen Landessparkasse:

IBAN: DE53 2505 0000 0000 3006 16
(BIC: NOLADE2HXXX)

Die Spenden kommen ohne Verwaltungsaufwand den Projekten zugute. Geben Sie auf Ihrer Überweisung mit dem Verwendungszweck „Das Goldene Herz“ Ihre Anschrift für eine Spendenquittung an. Bis 300 Euro gilt der Überweisungsträger als Quittung. Die Namen der Spender veröffentlichen wir auf der Leser-Seite unserer Zeitung. Wer das nicht möchte, schreibt bitte zusätzlich in den Verwendungszweck „Anonym“.

Weitere Informationen zur Spendenaktion gibt es auf der Seite der Braunschweiger Zeitung: https://www.braunschweiger-zeitung.de/themen/goldenes-herz/

16 Projekte aus der Region werden in diesem Jahr von der Aktion „Das Goldene Herz“ unterstützt:

1. Der Tagestreff Iglu in Braunschweig

Der Tagestreff Iglu gehört zur Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten und ist Anlaufstelle und Schutzraum für Menschen, die obdachlos oder von Obdachlosigkeit bedroht sind. Für die notleidenden Menschen gibt es beispielsweise einen Platz zum Ausruhen, Getränke, auch wird Frühstück und Mittagessen sowie Gelegenheit zum Duschen und zum Wäschewaschen angeboten. Die Mitarbeitenden stehen bei vielen Fragen beratend zur Seite. In erster Linie Es geht um die Erfüllung der Grundbedürfnisse und um soziale Kontakte.

Mit der Unterstützung durch die Spendenaktion soll die seit über einem Jahr bestehende Wochenend-Öffnung weiter finanziert werden, Denn das Angebot wird sehr gut angenommen, schließlich sind die Menschen auch am Wochenende obdachlos und leben in Armut. Auch wenn hier viel Arbeit ehrenamtlich geleistet ist, fallen Personalkosten und Kosten für das Essen an. Das wird durch Spenden finanziert. Zudem werden weitere Räumlichkeiten gesucht, die dann auch entsprechend hergerichtet werden müssen.

2. Die Beratungsstelle „Unter uns“ in Braunschweig

Die Beratungsstelle „Unter uns“ der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten spricht Frauen mit und ohne Kinder an, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden. Das kann der Wohnungsverlust, die Trennung oder auch finanzielle Probleme betreffen. Hier setzt unser niedrigschwelliges Konzept an. Insbesondere sollen die Frauen erreicht werden, die bisher institutionelle Hilfen wenig oder nicht in Anspruch genommen haben.

Neben der Unterstützung und Hilfe in akut schwierigen Lebenssituationen ist es das Ziel, Frauen aus ihrer Isolation holen und das „Wir“ durch gemeinsame Aktivitäten, Freizeitangebote oder etwa ein regelmäßiges Frühstücksangebot stärken.

3. Mütterzentrum Braunschweig

Das Mütterzentrum Braunschweig in der Hugo-Luther-Straße ist ein gemeinnütziger Verein und Träger des Mehrgenerationenhauses. Wir sind ein Treffpunkt im Stadtteil, ein Ort der Begegnung. Hier kann sich jeder einbringen – egal aus welcher Altersgruppe oder Kultur. Im Café kann man frühstücken und Mittag essen oder Kaffee trinken. Wir haben eine offene Kinderbetreuung, bieten Secondhand und Lernhilfen an, vermitteln Wunschgroßeltern und haben vom Strickcafé über Babygruppen bis hin zum Bauchtanz ein sehr vielseitiges Angebot.

Mit den Spendengeldern sollen die Angebote der Frühförderung ausgebaut. Denn mit der Geburt des ersten Kindes übernimmt man eine völlig neue Rolle, in der man noch unsicher ist. Dieser Unsicherheit soll durch Begegnungen und Austausch mit Gleichgesinnten genommen werden.

4. Tagestreff Moin Moin in Gifhorn

Der Gifhorner Tagestreff Moin Moin der Diakonie öffnet seine Türen für Menschen, die sich in finanziellen Notlagen befinden. Armut und soziale Benachteiligung sind oftmals verbunden mit Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, Isolation und gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Der Tagestreff bietet eine Mahlzeit und Getränke. Außerdem ist die Nutzung der Waschmaschine und des Wäschetrockners möglich.

Spenden sind ein wichtiger Beitrag, damit das Angebot aufrechterhalten werden kann. Ein weiterer Wunsch wären neue Möbel, für eine schönere und verbesserte Atmosphäre.

5. Der Kinderladen in Gifhorn

Seit 2008 gibt es den Kinderladen in Gifhorn, in dem Spielzeug, Kleidung und Ausstattung für Kinder günstig angeboten wird. Den Mitarbeitenden der Caritas und des Malteserhilfsdienstes ist es wichtig, dazu beizutragen, dass gerade Kinder vor sozialer und materieller Armut geschützt werden. Damit möchten sie Familien unterstützen und ihren Beitrag leisten, dass etwas mehr sozialer Ausgleich entsteht.

Das Ladengeschäft benötigt eine Renovierung. Die Kunden sollen sich wohlfühlen und erfahren, dass sie in ihrer persönlichen Würde wertgeschätzt werden. Es soll zudem ein Verkaufswagen angeschafft werden, mit dem Märkte und Dörfer angefahren werden können.  Zudem ist der Bedarf an Waschmaschinen oftmals groß.

6. Tagestreff Meilenstein Helmstedt

Der Tagestreff Meilenstein der Diakonie in Helmstedt ist eine Anlaufstelle für Menschen in besonderen sozialen Schwierigkeiten und vielfältigen Notlagen. Hierzu zählen Wohnungslosigkeit, Arbeitslosigkeit, finanzielle Probleme, Isolation und gesundheitliche Beeinträchtigungen. Den Bedürftigen wird zum Selbstkostenpreis Getränke, Frühstück und ein warmes Mittagessen angeboten. Ebenso gibt es Möglichkeiten zur Tagesgestaltung sowie

Mit den Spendengeldern der Aktion soll das Mittagsangebot, das komplett aus Spenden finanziert wird, weiterhin gewährleistet werden.

7. Ambulante Hilfe in Peine

Die Ambulante Hilfe Peine gehört zur Dachstiftung Diakonie und bietet Hilfen für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen an. Schulden, Arbeitslosigkeit, wenige soziale Kontakte und gesundheitliche Einschränkungen gehören zu den häufigen Problemen. Es gibt u.a. Unterstützung bei der Wohnungssuche, Beratung bei finanziellen Angelegenheiten.

Für mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wird ein Mobilitätsprojekt gestartet. Dafür werden Spenden benötigt, sowohl für den Erwerb und die Instandhaltung gebrauchter Fahrräder. Außerdem sollen künftig auch Busfahrkarten ausgegeben werden können.

8. Familienberatung in Peine

Die katholische Schwangeren- und Familienberatung des Caritasverbandes in Peine ist Anlaufstelle für Schwangere und junge Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr. Im Vordergrund der Beratung steht der Schutz des Lebens in allen Phasen der Schwangerschaft und nach der Geburt. Geboten werden Beratung, Unterstützung und Begleitung, ganz individuell auf die jeweilige Lebenssituation der Frauen und Familien ausgerichtet.

Die Spenden können den Frauen und Familien in besonderen Notsituationen helfen und zur Verstetigung des Angebots beitragen.

9. Die Wärmestube Salzgitter

Die Wärmestube der katholischen Pfarrgemeinde St. Joseph in Salzgitter gibt es bereits seit 25 Jahren. An zwei Tagen in der Woche verteilt das Team Tüten mit Lebensmitteln an Menschen, die bedürftig sind und teilweise keine Wohnung haben. Brot, Kaffee, Kuchen, Konserven und Milch sind dabei die Hauptbestandteile und werden durch das Team über Lebensmittel- und Geldspenden zusammengepackt.

Die Spendengelder sollen bei einer verlässlichen Planung helfen.

10. SOS Mütterzentrum Salzgitter

Das SOS-Mütterzentrum in Salzgitter grenzt an eine Siedlung mit vielen Einwohnern, die einen Migrationshintergrund haben, die Kinderarmutsquote ist hoch. Besonders durch die Pandemie ist uns bewusst geworden, dass viele Kinder unzureichend versorgt werden. Die Familien-Kümmererin betreut rund zehn Familien mit Kindern im Stadtteil. Sie unterstützt beim Einkaufen und im Haushalt, begleitet bei Behördengängen, gibt Ratschläge und ermöglicht eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Die Spenden können helfen, um die Familien zu unterstützen – etwa mit Lebensmitteln, Schulmaterial oder Büchern.

11. Hilfe gegen Armut in Wolfenbüttel

Das DRK Wolfenbüttel gestaltet Angebote im Bereich der existenzsichernden Hilfen. Diese zielen darauf ab, bedürftige Menschen in vielen Lebenslagen zu unterstützen und dabei nachhaltig zu wirken. Die Tafel, die Kleiderkammer, eine Second-Hand-Boutique oder die Fahrradwerkstatt, die Mobilität für bedürftige Menschen schafft, gehören zu unseren Angeboten.

Die Angebote tragen sich durch ehrenamtliches Engagement. Um diese Hilfen auch zukünftig sicherstellen zu können, bedarf es einer Digitalisierung des Ehrenamts. Neue Ehrenamtliche sollen gewonnen und auf die Tätigkeitsfelder aufmerksam gemacht werden.

12. Ambulante Hilfe in Wolfenbüttel

Die Beratungsstelle richtet sich an Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in Wolfenbüttel. Die vorrangige Aufgabe ist die Unterbringung in Wohnraum. Dabei unterstützen die Mitarbeitenden die Bedürftigen bei der Suche nach Wohnraum und dem Stellen der erforderlichen Anträge. Zusätzlich wird eine ambulante Betreuung angeboten, die Unterstützung bei Behördengängen, Arztterminen oder Einkäufen bietet. Um neue Kontakte aufzubauen oder zu festigen und lebenspraktische Fähigkeiten wieder zu erwerben, wurden „vor Corona“ diverse Gruppenaktivitäten angeboten und somit auch die Teilhabe an der Gesellschaft gefördert. Dieser Bereich soll wieder gestärkt werden.

Mit den Spendengeldern möchten die Mitarbeitenden mit den Klienten einen Tagesausflug mit Besichtigungen und gemeinsamem Essen zu machen.

13.  Hilfen zur Erziehung Wolfsburg

Als strategische Einrichtungsleitung des Bereiches Hilfen zur Erziehung liegt die Verantwortung im Wesentlichen darin, dass die Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Familien, die einen Hilfe- oder Unterstützungsbedarf haben, diesen bedarfsorientiert erhalten. Es geht darum, Familiensysteme und einzelne Familienmitglieder zu stärken und Perspektiven aufzuzeigen.

Die Leistungen, die die Familien zur Unterstützung erhalten, reichen häufig nicht aus. Hier soll angeknüpft und die Familien finanziell entlasten werden.

14. Tagestreff Carpe Diem Wolfsburg

Der Tagestreff Carpe Diem gehört zur Wohnungsnotfallhilfe der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten in Wolfsburg.

Mit den Spendengeldern der Benefizaktion soll die Weiterfinanzierung des Kochs, der für die warme Mahlzeit zu Mittag für die Bedürftigen sorgt, gesichert werden.

15. AWO Schuldnerberatung Wolfsburg

Die soziale Schuldner- und Insolvenzberatung richtet sich an Bürgerinnen und Bürger der Stadt Wolfsburg. Ziel ist es, für jede Person, die diese Hilfe in Anspruch nimmt, Lösungsmöglichkeiten in Hinblick auf finanzielle Probleme zu entwickeln. Zudem werden auch unterschiedliche Präventionsprojekte angeboten, auch schon für Schülerinnen und Schüler aus der Region. Gerade junge Menschen sollten sich mit Themen wie Verbraucherrechten, Konsum und Schulden frühzeitig auseinandersetzen, so die Meinung der Experten der Schuldnerberatung.

Die Spendengelder sollen in die (Schulden-)Präventionsprojekten fließen, damit diese dringend notwendigen Projekte auch zukünftig angeboten werden können.

16. Pro familia in Wolfsburg

Das Team der Schwangerenberatungsstelle in Wolfsburg unterstützt Frauen und Paare auf dem Weg durch die Schwangerschaft. Häufig spielen finanzielle Sorgen eine große Rolle. Die Möglichkeiten, Frauen und Familien zu helfen ist vielfältig: Von der Erstausstattung für Neugeborene, der Hilfe bei Behördengängen oder dem Kontakt zu weiteren Einrichtungen gibt es viele Möglichkeiten.

Das Geld soll den schwangeren Frauen und Familien in Not direkt zugutekommen.. Die Spenden sollen so schnell und so unbürokratisch wie möglich weitergeleitet werden - dahin, wo es am nötigsten gebraucht wird.